Turbenthal

 

In Turbenthal, einer Gemeinde im Tösstal, wurde 1934 mitten in der Diaspora eine kleinere katholische Kirche errichtet, die die damals herrschenden Baustile auf eine besondere Art vereinigt. Dies macht das Gotteshaus zu einem bemerkenswerten Sakralbau unter den auf dem Land errichteten Kirchen.

 

Titularfest Herz Jesu
Baujahr 1934
Architekt   Albert Otto Linder 
Pfarreigrösse 1'300
Politische Gemeinde 
Turbenthal, Wila, Wildberg, Rämismühle-Zell

 

 



 


Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel

 

Geschichte

Die Katholiken des unteren Tösstals konnten ab 1897 in der Kirche St. Antonius Kollbrunn den Gottesdienst besuchen. 1931 beauftragte Bischof Georg Schmid von Grüneck den Pfarrer Hugo Paul, in Turbenthal eine Pfarrei aufzubauen. Diese wurde aus Teilen der benachbarten Pfarreien Kollbrunn, Bauma und Pfäffikon zusammengesetzt. stein zu Ehren des Heiligsten Herzens Jesu. Die Kirche wurde 1934 vom Stuttgarter Architekt Albert Otto Linder in wenigen Monaten errichtet.

Architektur & Kunst

Die Kirche bildet mit dem Pfarrhaus einen rechten Winkel. Über eine breite Treppe gelangt man zum Kirchenportal, über dem sich der Glockenturm erhebt. Über dem Eingangsportal segnet ein von Emil Sutor gestalteter Christus alle Eintretenden. Flankiert wird diese Christusstatue von einer Frau und einem Mann mit Kindern, die hoffnungsvoll und andächtig zu Jesus Christus hochblicken.

Die dreischiffige Kirche hat eine Länge von 25 m und eine Gesamthöhe von 13 m, wobei die Höhe des Mittelschiffs im Innern 7.50 m beträgt. Sie ist als Wegekirche konzipiert, indem die ganze Raumgestaltung samt den Bänken der Gläubigen auf die Christusstatue im Chorraum ausgerichtet ist. Links von ihm ist die betende Hl. Elisabeth von Thüringen, rechts Bischof Ulrich von Augsburg zu erkennen. Die Glasfenster des Kirchenschiffs tauchen das Gotteshaus in rotgoldenes Licht. Die Innenausstattung aus der Bauzeit der Kirche stammt von Emil Sutor. 1979 wurde von der Firma Späth die heutige Orgel eingebaut.