Urdorf

 

Die Kirche Bruder Klaus in Urdorf wurde 1964 errichtet. Sie birgt sehenswerte Kunstwerke zum Leben und Wirken des Schweizer Landesheiligen und seiner Frau. Geschaffen wurden sie in der Erbauungszeit durch Peter Travaglini und 2017 – anlässlich des Bruder-Klaus-Jahres – von seiner Tochter Flavia Travaglini.

 

Patrozinium   Hl. Bruder Klaus
Baujahr 1964
Architekt   Hansjörg und Otto Sperisen 
Pfarreigrösse 3'200 
Politische Gemeinde 
Urdorf 

 

 



 

 

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel
 

Geschichte

Zunächst war ab August 1900 die neu gegründete Pfarrei Heilig Kreuz Zürich-Altstetten für Urdorf zuständig, ab 1923 dann St. Josef Schlieren. Am 1. Januar 1956 wurde Urdorf der Pfarrei St. Agatha Dietikon zugeteilt. Damit war das Dorf wieder derselben Pfarrei zugehörig wie im Mittelalter.

1953 entstand wurde im Untergeschoss einer Urdorfer Metalldrückerei eine erste Notkapelle. Als eine zweite, angemessenere Kapelle im alten Schulhaus an der Uitikonerstrasse eingerichtet werden konnte, wurde die Gemeinde per 10. Oktober 1960 zu einer eigenständigen Pfarrei erhoben. Die Pfarrkirchenstiftung Schlieren hatte bereits Jahre zuvor in Urdorf das Grundstück für den Bau der heutigen Kirche gekauft. Der Grundstein wurde am 23. Juni 1963 von Generalvikar Alfred Teobaldi gesegnet. Schon am 31. August 1963 konnte das neue Pfarrhaus bezogen werden. Nach den Plänen von Hansjörg und Otto Sperisen wurde die Urdorfer Kirche 1963/1964 errichtet und am 30. August 1964 geweiht. Hierbei liess der Bischof in den Altar Reliquien des Hl. Bruder Klaus einbringen.

1991 wurde die Kirche ein erstes Mal saniert; 2012/2013 erfolgte eine erneute, umfangreiche Aussen- und Innensanierung, die am 13. Dezember 2013 mit der Altarweihe der Marienkapelle durch Bischof Vitus Huonder abgeschlossen wurde. Hierbei wurde eine Reliquie der Hl. Sr. Bernarda Bütler eingesetzt. 2015/2016 erfolgte der Umbau des Pfarrhauses.

Ausstattung
Bei der Ausgestaltung der Bruder Klaus-Kirche haben namhafte Künstler mitgewirkt. Von Albert Wider stammen ein Kruzifix sowie weitere liturgische Gegenstände, die heute teilweise verloren sind. Peter Travaglini, der als Bildhauer den Taufstein der Kirche und weitere Werke fertigte, schuf auch die Glasfenster. Sie können als exemplarisches Beispiel für sakrale Schweizer Glasmalereien der 1950/60er Jahre  gesehen werden.

Das fünfteilige Fenster in der Marienkapelle hat Vorausdeutungen auf die Muttergottes im Alten Testament zum Thema. Das Fenster im Chor zeigt den alttestamentlichen Jakob, der im Traum Engel sieht, die auf der von der Hand Gottes gehaltenen Leiter auf und niedersteigen. Das grösste Glasfenster ist dem Kirchenpatron Bruder Klaus gewidmet. Das Fenster findet sich im Rücken der Gottesdienstbesucher; sie nehmen es wahr, wenn sie die Kirche verlassen, und es soll ihnen den Anstoss geben, das im Gottesdienst Erfahrene draussen auch zu leben.

2017 wurde das Werk von Peter Travaglini, der 2015 verstarb, durch seine Tochter Flavia Travaglini weitergeführt: Sie schuf 5 Rundbilder, sogenannte Tondi, die im Sekretariat angebracht sind und das Leben der Ehefrau von Bruder Klaus zeigen.