Wald

 

Die Kirche St. Margarethen in Wald wurde 1927 eingesegnet und ist noch heute weitgehend in ihrem originalen Zustand erhalten. Der Ursprung der Pfarrei ist ein besonderer: Sie ist aus der ältesten Missionsstation im Zürcher Oberland hervorgegangen, die 1866 am Pilgersteg zwischen Wald und Rüti errichtet worden war und beim Aufbau der katholischen Seelsorge in der ganzen Region eine wichtige Rolle gespielt hatte.

 

Patrozinium   Hl. Margareta von Antiochia 
Baujahr 1927
Architekt   Josef Steiner
Pfarreigrösse 2'900
Politische Gemeinde 
Wald

 

 



 

 

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel
 

Geschichte

Für die Katholiken des Zürcher Oberlandes bauten die Kapuzinerpatres von Rapperswil im Auftrag des Churer Bischofs ab 1866 eine erste Missionsstation auf, und zwar auf halbem Weg von Wald nach Dürnten und Rüti. Als in den 1870er Jahren die Zahl der Katholiken rasch anstieg, beschlossen die Verantwortlichen, eine richtige Kirche zu bauen. 1872 wurde dafür in Wald mit Unterstützung der Inländischen Mission eine bescheidene Saalkirche errichtet. Sie wurde der Hl. Margaretha zugeeignet und am 6. September 1874 vom Guardian des Kapuzinerklosters Rapperswil eingesegnet. 1882 erhob der Bischof Wald zu einer eigenständigen Pfarrei, und die Seelsorge ging von den Kapuzinerpatres an die Diözesanpriester über.

1915 wurde am Standort der heutigen Kirche eine erste Parzelle erworben. Am 4. Juli 1926 fand die Grundsteinlegung statt, und am 9. Oktober 1927 segnete Bischof Georg Schmid von Grüneck das Gotteshaus ein.  Am 7. November 1954 wurde das inzwischen von Bauschulden befreite Gotteshaus von Bischof Christian Caminada geweiht. 1972/73 erfolgte unter Herbert Oberholzer eine umfassende Sanierung, und im Jahr darauf erhielt die Kirche ihre heutige Orgel.


Architektur & Kunst

Die Kirche St. Margarethen ist ein charakteristischer Kirchenbau von Joseph Steiner. Dieser schuf in Wald eine neoromanische Kirche von Innerschweizer Prägung. Die Kirche St. Margarethen Wald folgt einem für Josef Steiner typischen Bautypus, wie er ihn bereits in Zürich-Wiedikon und in Wetzikon verwendet hatte: in den Grundzügen geprägt durch die Romanik und vor allem im Äusseren mit Anklängen an den Heimatstil.

Im Innern dominiert das Romanische. Die Kirche besteht aus einem dreischiffigen Langhaus mit einem eingezogenen, durch eine halbkreisförmige Apsis abgeschlossenen Chor. Bezüglich Ausstattung ging es in Wald ähnlich zu wie an andern Orten. Aus finanziellen Gründen war sie am Anfang ausgesprochen bescheiden. Erst 1939 kamen ein angemessener Hochaltar, eine neue Kanzel sowie Kommunionbänke in die Kirche, und der Chor wurde durch den Zürcher Künstler August Frey ausgemalt. Im Zug der Anpassungen an die Vorstellungen des II. Vatikanums 1972/73 wurde der Hochaltar wieder entfernt, die Fresken wurden übertüncht, und an die Stelle des bisherigen liturgischen Mobiliars traten der Volksaltar samt Ambo sowie im Chor ein schlichtes Holzkruzifix.