ZellKollbrunn

 

St. Antonius im Zeller Ortsteil Kollbrunn ist die ältere der beiden erhaltenen Kirchen, die nach einem Bautypus gestaltet sind, der Ende des 19. Jahrhunderts bei katholischen Gotteshäusern im Kanton Zürich mehrfach angewendet wurde: eine einschiffige Kirche mit einem an den Chor angefügten Pfarrhaus. Der zweite Bau der gleichen Art ist St. Pirminius in Pfungen.

 

Patrozinium   St. Antonius von Padua
Baujahr 1898
Architekt unbekannt
Pfarreigrösse 1'900
Politische Gemeinden 
Zell (Kollbrunn, Rikon), Weisslingen, Schlatt, Illnau-Effretikon (Kyburg) 

 

 




 

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel

 

Geschichte

Als Folge der Industrialisierung siedelten sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zahlreiche katholische Arbeiterfamilien im Tösstal an. Für den Besuch eines Gottesdienstes mussten sie weite Wege auf sich nehmen. Dem Katholikenverein Kollbrunn war es deshalb ein Anliegen, Gottesdienste im eigenen Dorf abzuhalten. 1888 konnte dafür der obere Saal des Restaurants „Zum Felsen“ benützt werden. Mit Hilfe der Inländischen Mission begann man dann 1897 mit dem Bau von St. Antonius. Im Mai 1898 wurde im Rohbau der Kirche die erste Messe gefeiert. Die Ausstattung wurde in den folgenden Jahren vervollständigt. 1910 ernannte der Bischof St. Antonius zur eigenständigen Pfarrei.

1964 renovierte man St. Antonius aussen und 1968–1970 im Innern. 2006 erfolgten weitere Sanierungsarbeiten sowie der Bau eines Pavillons mit dem Sekretariat und einem Sitzungsraum, und 2009 wurde die Kirche im Innern erneuert.

Architektur & Kunst
Bis ins Jahr 1968 behielt die Kirche St. Antonius ihre ursprüngliche Gestalt. Heute stammen einzig noch die beiden runden Glasfenster aus der Entstehungszeit.
1968 wurde dem Geschmack der Zeit entsprechend die bisherige Innenausstattung entfernt. Aus dem zeittypischen Baustoff Beton wurden die Säule für das Weihwasserbecken, der Altar, Ambo, Taufstein und der Tisch für den Bronzetabernakel gegossen. Die Glasfenster thematisieren die Erschaffung der Welt nach dem Buch Genesis. Die Innenausstattung wurde 1987 durch ein Wandmosaik von Johann J. Zemp ergänzt. 1987 erhielt die Kirche ihre heutige Orgel mit 17 Registern, erbaut von Orgelbau Späth.