Zollikerberg

 

Die Kirche St. Michael in Zollikerberg wurde 1966 von Karl Higi erbaut. Sie überzeugt durch ihre harmonische Gestaltung, eine klare Formensprache sowie ihre hochwertige künstlerische Ausstattung.

 

Patrozinium   Hl. Michael
Baujahr 1966
Architekt   Karl Higi 
Pfarreigrösse 4'400 
Politische Gemeinden 
Zollikerberg und Zumikon 

 

 




 

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel

 

Geschichte

Erhöht gelegene Kirchen werden oft dem Erzengel Michael geweiht, so auch in Zollikerberg. Mitten im 2. Weltkrieg wurde im Rebwiesquartier eine erste Notkapelle eingerichtet, die am 18. Juni 1944 benediziert werden konnte. Nach Kriegsende kam es in Zollikerberg zu einem eigentlichen Bauboom, weshalb sich die wachsende katholische Gemeinde schon im Jahr 1952 das Areal für die heutige Kirche sicherte. Die eingesetzte Jury entschied sich im Oktober 1962 für das Projekt «Licht» von Karl Higi. Am 20. September 1964 weihte Generalvikar Dr. Teobaldi den Grundstein; Ende April 1966 war der Bau beendet, und am 10. Juli 1966 wurde darin der erste Gottesdienst gefeiert.


Architektur & Kunst

Der 32 Meter hohe, fünfeckige Betonturm verweist dank seiner Höhe schon von weitem auf den Standort der Kirche. Der Glockenstuhl birgt in seinem Innern ein fünfstimmiges Geläut. Bekrönt wird er von einem 2.90 Meter hohen Kreuz. Um einen rechteckigen Vorhof gruppieren sich Turm, Pfarrhaus und Kirche samt Pfarreizentrum, alle aus kubischen Körpern geschaffen.

Karl Higi errichtete die Kirche als Querbau aus polygonalen Formen, in der sich die Gottesgemeinde auf Bänken in einem Halbkreis um den Altar versammelt. Der mit dunklen Schieferplatten belegte Boden fällt leicht zum Altarraum hin ab und ermöglicht so allen Besuchern eine gute Sicht auf den Altarraum. Die Decke der Kirche ist mit Redwood-Holz verkleidet. Eine Fensterfront im gestaffelten Dach mit blau getöntem Antikglas lässt das Tageslicht gedämpft in den Raum einfallen.

Da die Kirche als Abendmahlssaal konzipiert wurde, ist sie bewusst schlicht gehalten. Der weisse Altar bildet das Zentrum, auf den auch die Altarwand mit ihrer Gestaltung verweist. Ambo und Altar bestehen aus hellem Cristallina-Marmor und wurden von Joseph Wyss geschaffen. Über dem Altarraum schwebt ein silbernes Kreuz mit Corpus. Links neben dem Altarbereich befindet sich ein Taufstein, der von Reinhard Stutz aus dunklem Marmor gehauen wurde und in seiner dreiteiligen Form auf die Trinität verweist. Originell und ausdrucksstark sind die Glasfenster im Hauptraum der Kirche. Max Rüedi gestaltete vier Fenster, die den Kampf von Gut gegen Böse darstellen und damit auch das Wirken des Kirchenpatrons aufgreifen.

Rechts liegt die St. Michaels-Kapelle, wo der Tabernakel angebracht wurde, gestaltet von Meinrad Burch-Korrodi. Verena Loewensberg bemalte die Decke der St. Michaelskapelle baldachinartig. Eine barocke, gefasste Plastik zeigt den Kirchenpatron, den Hl. Michael. Auf der linken Seite des Hauptkirchenraums wurde über der Sakristei die Orgelempore erbaut. Direkt neben dem Kirchenportal befindet sich die Marien-Kapelle, in der Werktagsgottesdienste gefeiert werden. Sie besitzt ein Glasfenster von Ferdinand Gehr aus dem Jahr 1992.
2002 schuf Paul Wyss den Kreuzweg, der an der Rückwand angebracht ist. Als Besonderheit gibt es nach den 14 traditionellen Stationen eine 15. Station, welche die Auferstehung symbolisiert.