Zurich StKonrad

 

Betrachtet man die Kirchen von Ferdinand Pfammatter und Walter Rieger in der Reihenfolge ihrer Entstehung, stellt man bei der Kirche St. Konrad Zürich-Albisrieden eine Neuerung fest: Die Kirche St. Konrad ist die erste der beiden Architekten, die die Gemeinschaft von Klerus und Laien räumlich klar betont. Verstärkt wurde dieses Konzept durch die Gestaltung als annähernder Zentralbau.

 

Patrozinium   Hl. Konrad von Konstanz
Baujahr 1955
Architekten   Ferdinand Pfammatter und Walter Rieger 
Pfarreigrösse 6'300
Quartier
Zürich-Albisrieden 

 

 



 

 

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel
 

Geschichte

Bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Albisrieder Katholiken durch die nahegelegene Pfarrei Heilig Kreuz betreut. Der Bau der heutige Kirche 1953–1955 wurde möglich dank grosszügigen Spenden der Zürcher und der Innerschweizer Katholiken. 1956 wurden der Kirchturm und das Pfarrhaus errichtet, 1974 die hinter der Pfarrkirche gelegene Kapelle von Rudolf Mathys. 1982–1988 erstellte Walter Moser das Pfarreizentrum westlich der Kirche; gleichzeitig wurden Kirche und Kirchturm saniert.

Architektur & Kunst

Mit seinen leicht geschwungenen Dachgiebeln und den dekorativen Betongittern in Anlehnung an die Betongotik trägt St. Konrad unverkennbar die Handschrift des Architektenteams Pfammatter und Rieger. Aufgrund der geringen Tiefe des Bauplatzes weist der Grundriss die Form eines beinahe gleichschenkligen Kreuzes auf, wodurch die Kirche den Charakter eines Zentralbaus bekommt. Der Turm von St. Konrad setzt mit seinen 34 Metern ein weit herum sichtbares Zeichen. Wenn alle Glocken miteinander läuten, schwankt der Kirchturm sichtbar.
Ein wesentliches Gestaltungselement des Kircheninneren sind die beiden grossen, 1960 eingesegneten Glasfenster von Paul Monnier. Dasjenige im Chor zeigt den gekreuzigten Christus, darunter die Muttergottes und etwas abseits den Kirchenpatron, den Hl. Konrad. Auf der gegenüberliegenden Seite sind die vier Evangelisten dargestellt – leider wird dieses Fenster seit 2005 von der Orgel verdeckt.

1969 wurde die Kirche an die Vorgaben des II. Vatikanums angepasst und im Innern renoviert. Bei der erneuten Umgestaltung 1988 ersetzte man den ursprünglichen Hochaltar durch einen zur Seite gerückten Holzaltar. Von Maya Armbruster stammen Ambo und Tabernakel, aber auch die sieben grossen, quadratischen Oelbilder. Für Gottesdienste in kleinerem Rahmen, aber auch für Meditationen und für das persönliche Gebet steht seit 1974 hinter der Pfarrkirche eine Kapelle zur Verfügung. Sie ist dem Hl. Bruder Klaus geweiht und enthält ein eindrückliches Wandbild, welches das himmlische Jerusalem zeigt, ein Gemeinschaftswerk von Rudolf Mathys und Maya Armbruster.