Zurich Erloeser

 

Die Erlöser-Kirche im Zürcher Stadtkreis Riesbach wurde 1937 von Karl Strobel im Stil des Neuen Bauens errichtet. Von betont schlichtem Äussern, setzt sie mit dem hoch aufragenden Turm und ihrer markanten Betonkonstruktion dennoch einen städtebaulichen Akzent.

 

Titularfest Erlöser
Baujahr 1937
Architekt   Karl Strobel 
Pfarreigrösse 2'600 
Quartier
Zürich-Riesbach 

 

 



 


Website der Pfarrei

Wikipdia-Artikel

 

Geschichte

Die Pfarrei Erlöser ist eine Tochterpfarrei von St. Anton Hottingen. Die rasche Zunahme der Wohnbevölkerung in Riesbach liess nach dem Ersten Weltkrieg das Bedürfnis nach einer eigenen Kirche wachsen. Da im Jahr 1933, als das Bauland für die zukünftige Kirche in Riesbach gekauft werden konnte, die katholische Kirche Jesus Christus als Erlöser der Menschheit feierte, bestimmten die Verantwortlichen, dass die zukünftige Kirche den Namen Erlöser tragen sollte.

Laurenz Matthias Vincenz legte am 21. Februar 1937 den Grundstein für den Bau der Kirche, die von Karl Strobel erbaut innerhalb weniger Monate erbaut wurde. Am 26. September segnete der Bischof den Neubau ein und ernannte die Erlösergemeinde per 22. Dezember 1937 zu einer eigenständigen Pfarrei.

1972-1976 fanden umfangreiche Umbauten statt. 1984-1987 erfolgte eine Sanierung der Kirche und 1993 eine Instandsetzung der Fassaden.


Architektur & Kunst

Über eine hohe Treppe gelangt der Besucher zum Kirchenportal, über den in der Frontfassade ein grosses Fenster eingelassen ist. Bekrönt wird die Fassade von drei Kreuzen, die den Kalvarienberg symbolisieren und damit auf das Patrozinium der Kirche verweisen, die Erlösung der Menschheit durch den Kreuzestod Christi. Das Eingangsportal ist dreiteilig gestaltet, ein Verweis auf die Trinität. Der Turm samt Kreuz misst 38 Meter.

Das Innere der Kirche erweckt den Eindruck einer Saalkirche, besitzt jedoch zwei schmale, niedrige Seitenschiffe, welche vom Langhaus durch sechseckige Pfeiler abgetrennt sind. Diese setzen sich draussen, vor den nach innen verschobenen Wänden des Obergadens, bis unters Dach fort. So war es dem Architekten möglich, den Bau als Kubus zu gestalten, ohne dass die Wände deswegen massig wirken. Die Decke wird durch sieben annähernd gleiche Joche gegliedert, welche die sieben Sakramente symbolisieren.

Für die Ausstattung der Kirche konnten bedeutende Künstler gewonnen werden: Die Kreuzwegstationen aus Bronze und das grosse Mosaik im Chor gestaltete Toni Schneider-Manzell, der auch die Bronzeportale des Doms von Salzburg, des Speyerer Doms und des Essener Münsters realisiert hatte. Die Kirchenfenster, 1964 von Paul Monnier geschaffen, zeigen Symbole der christlichen Ikonografie: Hirsch, Friedenstaube, Fische, ein Schiff und einen Regenbogen. 1986 erhielt die Kirche ihre heutige Orgel, ein Instrument der Firma Mathis mit 32 Registern.

Als Rarität in der Schweizer Glockenlandschaft birgt die Erlöserkirche ein Geläut aus der sogenannten Briloner Sonderbronze, einer Kupfer-Silicium-Legierung. Die fünf Glocken wurden im westfälischen Brilon von der Firma Albert Junker gegossen und am 25. Juni 1950 nach der Weihe durch Bischof Christian Caminada in den Turm aufgezogen.