EmbrachRorbas Kapelle

 

Die Kapelle St. Petrus Embrach wurde 1924 durch Architekt Josef Steiner unter tatkräftiger Mithilfe von jungen Pfarreiangehörigen errichtet. Weil das Areal für eine Erweiterung zu eng war, blieb sie unverändert erhalten und wird gerne von den Pfarreiangehörigen für Taufen, Hochzeiten und kleinere Gottesdienste genutzt.

 

Patrozinium   Hl. Petrus
Baujahr 1924
Architekt   Josef Steiner 
Pfarreigrösse 4'300 
Politische Gemeinde 
Lufingen, Oberembrach, Embrach, Rorbas und Freienstein-Teufen

 

 




 

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel

 

Geschichte

Infolge der Industrialisierung hatten sich im 19. Jahrhundert auch im Embrachertal katholische Arbeiterfamilien niedergelassen. Seit dem Bestehen der Seelsorgestation und späteren Pfarrei Bülach ab 1882 wurden die Embracher Katholiken von dort aus betreut.  Wer sich die Fahrt mit dem Zug nicht leisten konnte, für den sonntäglichen Gottesdienst über den Dättenberg nach Bülach gehen; Mutige kehrten mittags, wenn der Eisenbahnverkehr eingestellt war, durch den Tunnel nach Hause zurück.

1905 gründeten die Embracher Katholiken einen Männerverein, der in den folgenden Jahrzehnten das katholische Leben im Tal massgeblich voranbrachte. Im August 1921 wurde an der Rheinstrasse das Land für eine Kapelle gekauft.  Am 29. Mai 1924 konnte man den Grundstein legen, und am 30. November 1924 wurde sie durch den Winterthurer Dekan Meyer eingesegnet. Betreut wurden die Katholiken im Embrachertal weiterhin durch die Geistlichen der Pfarrei Bülach.

Architektur & Kunst

St. Petrus ist ein einschiffiger neoromanischer Bau mit Anklängen an den Heimatstil, gut sichtbar am holzverkleideten Glockenstuhl und in der Vorhalle. Wegen des Strassenverlaufs ist das Gotteshaus nicht geostet, sondern zeigt in südwestliche Richtung. Der Chor ist im Turm eingebaut und um drei Stufen vom Kirchenschiff abgehoben. Die Sakristei auf der linken Seite diente während über 30 Jahren auch als Unterrichtslokal für die Kinder und als Beichtstuhl. Die Glocke, die im Turm hängt, hat der damalige Bülacher Pfarrer Imholz an der Leipziger Messe erstanden.

Die Fresken im Innern der Kapelle wurden 1928 vom Einsiedler Pater und Künstler Bernhard Flüeler angebracht. Sie zeigen Szenen aus dem Leben des Hl. Petrus, des Kirchenpatrons von Embrach, sowie die Verehrung des Jesuskindes durch die Hl. Drei Könige, Jesus am Kreuz und an der abschliessenden Chorwand Jesus als Pantokrator. Ein einfacher Volksaltar samt Ambo und Taufstein, eine Muttergottes- und eine Jesusstatue sowie Kreuzwegbilder an den Seitenwänden der Kapelle vervollständigen die Innenausstattung.