Erlenbach

 

Von aussen unauffällig und kaum als Sakralbau zu erkennen, besitzt das Pfarreizentrum St. Agnes im Innern einen modernen, stimmungsvollen Kirchenraum.

 

Patrozinium   Hl. Agnes
Baujahr 1976
Architekt   Aebli und Sokalski 
Pfarreigrösse 5'000 
Politische Gemeinden 
Küsnacht und Erlenbach 

 

 




 

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel

 

Geschichte

Die 1904 gegründete Pfarrei St. Georg in Küsnacht war von Anfang an auch für die Katholiken von Erlenbach zuständig. 1959 wurde dank privater Initiative auf dem Lerchenberg ein Baugrund für eine katholische Kirche erworben. In den 1960er Jahren – im Zusammenhang mit der Dorfkernplanung – gab man einem zentraleren Standort den Vorrang, weshalb es 1968 zu einem Landabtausch kam.

Ein erster Entwurf erwies sich als zu teuer und wurde von der katholischen Kirchgemeinde Küsnacht-Erlenbach abgelehnt. 1971 wurde eine redimensionierte Projektstudie an das Architekturbüro Aebli und Sokalski vergeben. Die katholische Kirchgemeinde bewilligte dann am 22. Januar 1974 den Kredit für den Bau des ausgewählten und weiter entwickelten Vorprojekts. Die Grundsteinlegung fand am 25. Mai 1975 statt, und am 29. Februar 1976 weihte Bischof Johannes Vonderach die Kirche St. Agnes ein.


Architektur & Kunst

St. Agnes ist vis à vis der reformierten Kirche als Sichtbetonbau mit kubischen Formen errichtet worden. Ihr auffälligstes Kunstwerk befindet sich an der Fassade neben dem Haupteingang: eine Plastik von Silvio Mattioli, die das Leben Hl. Agnes auf abstrakte Weise nachzeichnet. Über ein Foyer gelangt der Besucher in die eigentliche Kirche, die aus einem quadratischen Raum besteht, der in der Diagonale angeordnet ist, sodass sich in der nördlichen Ecke eine Art Chor herausbildet. Das Licht wird durch Oberlichter, die zwischen den Wänden und der Decke eingelassen sind, in den Innenraum geführt. Die Wände wurden grobkörnig verputzt; die hellbraunen Holzelemente tragen dazu bei, dass der Raum Wärme ausstrahlt.

Links vom Altarraum sind die Apostelkreuze, rechts davon eine thronende Muttergottes angebracht. Die Werktagskapelle besitzt ein Glasfenster von Johann Jakob Zemp. An der Frontwand der Kapelle lädt der Tabernakel zum Gebet. Seine Front zieren fünf Hostien, in die jeweils ein gleichschenkliges Kreuz eingelassen ist, was auf die Gegenwart Gottes verweist.