Kilchberg

 

Die von Architekt André M. Studer erbaute Kirche St. Elisabeth beeindruckt bis heute durch ihre Gestalt: Auf quadratischem Grundriss erbaut, wird der Raum von einem stützenfreien, hyperbolischen Betondach überwölbt, das von einem durchgehenden Oberlicht durchbrochen ist. Auffällig ist auch der Kirchturm, der mit seinem Abschluss die Krone der Kirchenpatronin St. Elisabeth andeutet.

 

Patrozinium   Hl. Elisabeth von Thüringen
Baujahr 1967
Architekt   André M. Studer 
Pfarreigrösse 1'900 
Politische Gemeinde 
Kilchberg 

 

 




 

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel

 

Geschichte

Die älteste Missionsstation in der Gegend war die 1864 gegründete Pfarrei St. Marien Langnau-Gattikon. Als 1895 die Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit Adliswil aufgebaut wurde, wurden dieser auch die Kilchberger Katholiken zugeteilt. Näher war der Weg nach Wollishofen, weshalb die Kilchberger ab Januar 1930 der dort neu gegründeten Pfarrei St. Franziskus angehörten. Bereits am 5. April 1930 entstand der Katholische Kultusverein Kilchberg mit dem Ziel, im Dorf eine eigene Kirche samt Pfarrei zu errichten.

1934 begann der Bau der St. Elisabeth-Kapelle. Am Ostermontag, dem 22. April 1935, benedizierte sie Bischof Laurenz Matthias Vincenz, und am 13. Oktober darauf wurde Kilchberg selbständige Pfarrei. Das starke Wachstum der katholischen Gemeinde machte das Bedürfnis nach einer grösseren Kirche immer dringender, weshalb am 29. Mai 1956 eine Kirchenbau-Kommission eingesetzt wurde. Bis zur Grundsteinlegung sollte es jedoch noch fast zehn Jahre dauern. Der Bauauftrag ging schliesslich an André M. Studer. 1965–1967 wurde die Kirche samt Pfarrhaus und Pfarreizentrum erstellt und am 22. Oktober 1967 durch Bischof Johannes Vonderach eingeweiht. 2003–2014 wurde das Gebäudeensemble etappenweise umfassend saniert.

Architektur & Kunst

Westlich des Ortszentrums macht der schlanke, hoch aufragende Kirchturm auf die Kirche St. Elisabeth aufmerksam. Zwar wurde bei der Sanierung das Dach mit Kupferblech verkleidet, was das Aussehen der Kirche wesentlich veränderte, doch ist dem Gebäude auch heute noch seine ursprüngliche Wirkung anzusehen. Das geschwungene, zeltartige Kirchendach erhebt sich in Form von zwei gegeneinander gerichteten hyperbolischen Paraboloiden über den niedrigen Aussenwänden. Im Innern wird es in der Diagonalen samt Oberlicht von Betonbindern wie von einer Wirbelsäule getragen. Das stets wechselnde Tageslicht, das durch das Dach in den Kirchenraum eindringt, stellte für André M. Studer ein Zeichen der steten Wandlung und Verwandlung, des Bewegten, des Zeitlichen dar.

Die elegante Architektur erzeugt im Kirchenraum eine feierliche Stimmung. Die Raumausstattung wurde von André M. Studer als Gesamtkunstwerk entworfen. In der Mitte steht der massive Volksaltar, der zusammen mit Tabernakel, Ambo, Priestersitz und Taufstein eine gestalterische Einheit bilden. Das monumentale Kruzifix hinter dem Altar wurde von Silvio Mattioli geschaffen. Die acht Glasmalereien, die auf der Nordseite in die Fenster eingesetzt wurden, stammen vom Kapuzinerpater Fra Roberto Pasotti. Sie zeigen Themen aus dem Leben der Kirchenpatronin, der Hl. Elisabeth.