Kloten

 

Südöstlich des Bahnhofs Kloten erhebt sich ein schlanker Glockenträger in den Himmel, der den Gläubigen den Weg zur Christkönigskirche weist. Erbaut wurde das Gotteshaus samt dem Pfarreizentrum 1969–1972 von den Architekten Willi Egli und Ewald Viquerat. Dank der charakteristischen Formensprache und der künstlerischen Ausstattung von Josef Caminada ist in Kloten ein einladendes, reizvolles Kirchenzentrum entstanden.

 

Titularfest Christkönig
Baujahr 1972
Architekten   Willi Egli und Ewald Viquerat
Pfarreigrösse 5'400 
Politische Gemeinde 
Kloten

 

 




 

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel

 

Geschichte
Die wenigen Katholiken, die sich Ende des 19. Jahrhunderts im einstigen Bauerndorf Kloten niederliessen, wurden ab 1894 von der Pfarrei Herz Jesu Oerlikon und ab 1935 von der Pfarrei Maria Lourdes betreut. Weil diese sich vor Ort ein Gottesdienstlokal wünschten, wurde am 11. Oktober 1942 in einer Garage eine kleine Notkirche eröffnet und im gleichen Jahr das Areal für eine künftige Kirche erworben. Diese wurde 1947/1948 errichtet und am 28. August 1948 benediziert. Die Steuereinnahmen, die dank der Anerkennung der katholischen Kirche im Kanton Zürich zu fliessen begannen, ermöglichten Ende der 1960er Jahre einen Ersatzbau mit angegliedertem Pfarreizentrum. Bischof Johannnes Vonderach weihte das neue Gotteshaus am 9. April 1972 feierlich ein. Die Pfarrei Kloten war bis 1983 auch für Nürensdorf und Bassersdorf zuständig. Die beiden Pfarreien Kloten und Bassersdorf bilden bis heute gemeinsam eine Kirchgemeinde.

Architektur & Kunst
Unweit des Bahnhofs Kloten verweist der schlanke Betonturm mit seinem eleganten Dachkreuz auf den Standort der Christkönigskirche. Linkerhand finden sich Pfarramt und «Missione Cattolica di Lingua Italiana» sowie die «Missiòn Catòlica de Lengua Española», rechterhand die Kirche selbst. Wie das ganze Ensemble ist sie in dunklem Rot-ocker gehalten, wozu fast nur das Weiss des Turmes kontrastiert. Kaum hat man sich aber in den Innenhof zwischen Kirche und Pfarramt begeben, befindet man sich in einer architektonisch reich gegliederten Welt, die auch eine interessante Dachlandschaft umfasst. Das Ganze hat etwas von einem kleinen, heimeligen Dorf, in dem alles zusammenzugehören scheint.

Auf spiralförmigem Weg wird der Besucher zum Altar geführt. Das Dach der Kirche ruht auf fünf Säulen. Durch das achteckige Oberlicht der Kirche strömt das Tageslicht durch zwei übereinanderliegende, aber verschobene Kreuze in die Kirche. Der Altar darunter nimmt mit der achteckigen Form seiner Platte die Acht des Oberlichts auf und reduziert sie gleichzeitig auf die Zahl vier des Kreuzes, das auf den theologischen Zusammenhang von Eucharistiefeier und Passion Jesu hinweist.

Die Ausstattung wurde von Josef Caminada in Zusammenarbeit mit Br. Xaver Ruckstuhl aus dem Kloster Engelberg geschaffen.  Der Tabernakel besteht aus klarem Glas und glänzendem Metall und spiegelt die Kreuzform des Oberlichts der Kirche. Osterleuchter und Ambo nehmen die Gestaltung des Tabernakels auf und bilden mit dem Altar eine Einheit. Der Taufbrunnen ist auf der linken Seite des Altarraums aufgestellt; als wirklicher Brunnen verweist er auf Jesus als Wasser des Lebens.