Wer mit dem Zug von Zürich Richtung Zentralschweiz reist, blickt in Oberrieden auf die unterhalb des Bahndamms errichtete Kirche Heilig Chrüz. Geschaffen wurde der markante Rundbau mit seinem auffälligen Glockenturm von den Architekten Erwin Peter Nigg und Egon Dachtler.

 

Titularfest Heilig Kreuz
Baujahr 1988
Architekt   Erwin Peter Nigg und Egon Dachtler 
Pfarreigrösse 1'300 
Politische Gemeinde 
Oberrieden 

 

 




 

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel

 

Geschichte

Schon in den 1950er Jahren hatten die Katholiken von Oberrieden versucht, auf dem Areal des historischen Hauses Chrüzbüel eine Kirche zu erbauen. Zuerst fehlte das Geld, später die Unterstützung der Kirchgemeinde Horgen, zu der Oberrieden damals gehörte. Schliesslich schaltete sich auch noch die Denkmalpflege ein und bestand darauf, dass das 1798 erbaute Haus Chrüzbüel beim Bau einer katholischen Kirche nicht abgerissen werden durfte. Heute sind die Oberriedener Katholiken stolz auf die gelungene Symbiose von denkmalgeschütztem Landhaus und der 1988 erbauten modernen Kirche, mit deren Namen Heilig Chrüz sie die historische Bezeichnung des alten Landhauses aufgreifen. Selbstbewusst ragt der Kirchturm mit den frei hängenden Glocken gen Himmel und zeigt den Passanten mit seinem Kreuz, dass es sich beim weiss gestrichenen Rundbau um eine kleines und doch bemerkenswertes Gotteshaus handelt.


Architektur & Kunst

Geschickt nutzten die Architekten den engen Baugrund neben dem historischen Haus Chrüzbüel, um darauf die Kirche samt Pfarreiräumen zu errichten. Das Gotteshaus bietet 120 Plätze, kann aber gegen das Foyer hin geöffnet werden, sodass bis zu 230 Personen an einer Feier teilnehmen können. Der Innenraum vermittelt mit seiner Rundform Geborgenheit und verstärkt gleichzeitig das Gemeinschaftsgefühl der hier Versammelten. Über dem Altar bilden die vier Oberlichter ein gleichschenkliges Kreuz, was auf das Patrozinium der Kirche verweist und den Besucher an die christliche Ausrichtung des Raumes erinnert. Beachtung verdienen die vier Wandbehänge, die von Roman Candio gestaltet wurden und je nach liturgischer Jahreszeit hinter dem Altar aufgehängt sind.