In Samstagern, einem Dorf der Gemeinde Richterswil, steht die 2012 geweihte Kirche St. Marien. Als Besonderheit besitzt sie eine Orgel, die während Jahrzehnten in der romanischen Kirche des Zisterzienserklosters Hauterive den Gesang der Mönche begleitet hatte.

 

Patrozinium   Muttergottes
Baujahr 2012
Architekt   Forster und Uhl 
Pfarreigrösse 3'900 
Politische Gemeinde 
Richterswil mit Samstagern 

 

 




 

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel

 

Geschichte

Bereits 1938 war für die zahlreicher werdenden Katholiken von Samstagern eine erste kleine Kirche aus Holz errichtet worden. Diese hatte vorher in Hallau (SH) gestanden und leistete in Samstagern während Jahrzehnten ihren Dienst, bis die Baufälligkeit sowie die beengten Raumverhältnisse einen Neubau nahelegten. 2010 erfolgte ein Architekturwettbewerb, den Christian Forster und Andreas Uhl für sich entscheiden konnten. Am 12. Februar 2012 weihte Bischof Vitus Huonder die Kirche St. Marien ein.

Architektur & Kunst

Von der vielbefahrenen Strasse liegt St. Marien etwas zurückversetzt. Der grau gehaltene Betonbau besitzt zwei verschieden geneigte Dächer, von denen das steilere über dem Kirchenraum ansteigt, sodass es an seinem höchsten Punkt einen Glockenträger bildet. Ein Kreuz, das das Gebäude auf der Strassenseite auf der Höhe des Altars überragt, verweist auf die kirchliche Verwendung des schlichten Baus. Hinter dem Gebäude liegt ein Gartenbereich, der durch Hecken und Sträucher geschützt wird.

Durch das Eingangsportal, das aus bronzefarbigem eloxiertem Aluminium besteht, gelangt der Besucher in den Innenraum. Zwischen dem Chorraum und der Decke ist ein schmales Oberlicht eingebaut, sodass das Sonnenlicht die liturgischen Orte erhellen kann, was deren Bedeutung unterstreicht.

Die Orgel stammt von 1956 und war zuvor in der Abteikirche Hauterive im Kanton Fribourg aufgestellt gewesen. Da das Instrument kein Gehäuse besitzt, wurde in die Chorwand eine Nische eingelassen.