Maur

Maur-Ebmatingen St. Franziskus

Maur

Seit 1990 steht im Maurer Ortsteil Ebmatingen die elegante Kirche St. Franziskus, die im Innern durch ihre hochwertige Ausstattung überrascht. Erbaut von Bert Allemann, besitzt das Gotteshaus Werke vom bedeutenden Bildhauer Georg Malin sowie ein ansprechendes Glasfenster vom Kapuziner Fra Roberto Pasotti.

Patrozinium  Hl. Franz von Assisi
Baujahr1990
Architekt  unbekannt 
Grösse der Kirchgemeinde6’700 
Politische Gemeinden 
Egg, Maur, Mönchaltorf und Oetwil a.S. 

 

Website der Kirchgemeinde

Wikipedia-Artikel

Geschichte

Die ersten Katholiken, die sich in Maur und Umgebung niederliessen, wurden zunächst von Uster aus betreut, später von Egg. Als nach dem 2. Weltkrieg die katholische Bevölkerung weiter anstieg, erfolgte die Seelsorge von St. Antonius Zürich-Hottingen, später von Maria Krönung Zürich-Witikon her.

1980 wünschten sich die Katholiken von Maur einen Seelsorger vor Ort sowie den Aufbau einer eigenen Pfarrei. Deshalb schickte der Bischof 1982 einen ersten Geistlichen nach Ebmatingen, wo auch ein Grundstück für den Bau einer Kirche erworben werden konnte. Einsprachen verzögerten jedoch deren Realisierung, sodass erst 1989 der Spatenstich und die Grundsteinlegung erfolgten. Am 2. Dezember 1990 weihte Altbischof Johannes Vonderach das Gotteshaus feierlich ein. 2007-2008 wurde das Pfarreizentrum erweitert, um für das Gemeindeleben genug Raum zu schaffen.

St. Franziskus ist seit 1982 ein Pfarrvikariat der Mutterpfarrei St. Antonius Egg. Dies drückt sich auch in der Wahl des Kirchenpatrons von Maur-Ebmatingen aus; der Hl. Franz von Assisi und der Hl. Antonius von Padua waren eng vertraut.

Architektur & Kunst

Vom Strassenlärm durch eine Mauer abgeschirmt, sodass sich den Passanten lediglich der Glockenturm zeigt, befindet sich das Gotteshaus auf leicht abfallendem Gelände am Ortsrand von Ebmatingen. Der Besucher gelangt vom Vorplatz durch ein blaues Portal, auf dem der Sonnengesang des Hl. Franziskus aufgemalt ist, und über ein Foyer in das Gotteshaus hinein.

Der Altarraum ist ein Gesamtkunstwerk von Georg Malin. Das im Chorraum aufgestellte Vortragekreuz überragt die anderen Objekte und wird von den Formen Kreuz, Kreis und Quadrat gebildet. Der Altar ist als kubischer Marmorblock geschaffen, unter dem sich die Reliquien des Hl. Franziskus befinden. Die fünf eingekerbten Weihekreuze im Altar erinnern an die fünf Wundmale Christi und schaffen einen Bezug zu den Stigmen des Kirchenpatrons. Der Taufstein ist als Zylinder gestaltet, und auch die gläsernen Weihwasserbecken beim Eingang und das Ewige Licht nehmen die Grundformen des Vortragekreuzes auf. Hinter dem Altarraum erhebt sich ein hohes Glasfenster, das vom Kapuziner Fra Roberto Pasotti geschaffen wurde.

© 2021 Buchprojekt "150 Jahre katholischer Kirchenbau im Kanton Zürich"