Besondere Umstände in der Entwicklung der Pfarrei Birmensdorf brachten es mit sich, dass sich das Augenmerk der Verantwortlichen plötzlich auf den Bau einer Kirche in Uitikon richtete. Diesem Umstand ist zu verdanken, dass die kleine Gemeinde am Fusse des Uetlibergs eine gut konzipierte Kirche erhielt, die als Besonderheit von einer stützenfreien, weiten Decke überspannt wird.

 

Patrozinium   Hl. Michael
Baujahr 1970
Architekt   Dezsö Ercsi 
Pfarreigrösse 3'100
Politische Gemeinde 
Aesch, Birmensdorf, Uitikon 

 

 

 

 

 


Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel
 

Geschichte

Bis in die 1960er Jahre war die Geschichte der Katholiken von Uitikon eng mit derjenigen der Birmensdorfer verbunden. Da sich die Pläne zerschlagen hatten, die dortige St. Martinskapelle rasch durch einen Neubau zu ersetzen, trieben die Verantwortlichen nun den Bau einer Kirche in Uitikon voran. Der Tradition entsprechend, dass erhöht liegende Kirchen dem Erzengel Michael geweiht werden, erhielt die Kirche von Uitikon den Namen St. Michael.  1965 konnte der erfahrene Kirchenbauer Karl Higi den Wettbewerb für sich entscheiden. Da die Gemeinde aber auch ein reduziertes, kostengünstigeres Projekt nicht annehmen wollte, überliess Higi dem beratenden  Architekten Dezsö Ercsi die Realisierung der Kirche. Ercsi gelang es, auf dem abfallenden Gelände ein kleines, aber wohldurchdachtes kirchliches Zentrum zu realisieren, das 1969/1970 erbaut wurde; am 19. Dezember 1970 weihte Bischof Johannes Vonderach die Kirche feierlich ein.

Architektur & Kunst

St. Michael fügt sich zurückhaltend ins Eck der Stalliker- und Suracherstrasse. Der Zugang erfolgt über ein Entrée, das nur unwesentlich höher ist als die Türen. Das Tageslicht wird über ein dreieckiges, grosses Oberlicht ins Innere der Kirche geleitet. Es erinnert an die göttliche Trinität, welche die versammelte Gottesdienstgemeinde beschützt und segnet.  Der polygonale, stützenfreie Raum sammelt die Gläubigen im Halbkreis um den Altar, der durch wenige Stufen vom Kirchenboden abgehoben ist.

Der Tabernakel ist an der Rückwand des Altarraums angebracht und besteht aus einem Metallkubus, der mit rechteckigen Glassteinen besetzt ist. Er wird von einer Holzkonstruktion umgeben, die die stilisierte Form eines Baumes trägt. Links vom Altarraum steht die Orgel, welche die Konstruktion der Decke mit der Formung ihres Pfeifenprospektes aufnimmt. An der Ostwand der Kirche, räumlich etwas abgesetzt, befindet sich die Werktagskapelle, in deren Mitte ein Volksaltar steht. Das eindrücklichste Kunstwerk der Kirche ist die modern gestaltete Muttergottesstatue mit dem Jesuskind.