Bassersdorf

 

St. Franziskus Bassersdorf, 1973 als Fastenopferkirche errichtet, wurde 2016/2017 komplett umgestaltet, was sie zusammen mit dem neuen Pfarreizentrum zu einem einladenden, modernen Sakralbau macht.

 

Patrozinium   Hl. Franz von Assisi
Baujahr 1973
Architekt   Hanns Anton Brütsch 
Pfarreigrösse 4'300 
Politische Gemeinden 
Bassersdorf und Nürendsdorf 

 

 




 

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel

 

Geschichte

Die wenigen Katholiken, die nach 1900 in Bassersdorf lebten, mussten lange Wege gehen, um einen Gottesdienst besuchen zu können. Für die Kinder wurde ab 1910 Religionsunterricht im Dorf abgehalten. Als 1942 in Kloten eine Missionsstation aufgebaut wurde, teilte man Bassersdorf der dortigen Pfarrei zu.

Nach dem 2. Weltkrieg setzte auch in Bassersdorf eine rege Bautätigkeit ein. Nachdem 1972 in Kloten die neue Christkönigskirche eingeweiht worden war, kam auch in Bassersdorf der Wunsch nach einem eigenen Gottteshaus auf. Aus finanziellen Gründen wählte man eine Fastenopfer-Kirche. Schon am 15. Dezember 1973, rund neun Monate nach dem ersten Spatenstich, konnte sie Bischof Johannes Vonderach einsegnen.

1983 ernannte Bischof Johannes Vonderach Bassersdorf zur eigenständigen Pfarrei, zuständig auch für Nürensdorf. 1988 wurde auf der Nordseite ein Erweiterungsbau an die Kirche angefügt, und 2015/2016 bauten Susann Vécsey und Christoph Schmidt das Ensemble zu einem zeitgemässen Pfarreizentrum aus.

Architektur

Die Fastenopferkirche wurde von Hanns Anton Brütsch als kostengünstiges Provisorium entworfen, das nach einem ersten Gebrauch auch an einem anderen Ort wieder verwendet werden konnte. Die Balken sind im Boden durch Drahtseile verbunden, damit sie sich unter der Belastung nicht spreizen. Auf elegante Weise ist ein Glockenstuhl ins Ganze integriert.
Wie heute noch in Volketswil war ursprünglich auch in Bassersdorf der zeltähnliche Bau zweigeteilt: Auf der einen Seite waren auf drei Stockwerken die Nebenräume untergebracht,  während die eigentliche Kirche die andere Seite einnahm. Das Provisorium der Fastenopferkirche wurde in Bassersdorf zum Definitivum. Susann Vécsey und Christoph Schmidt ergänzten 2015/2016 die vorhandenen Bauten durch einen Neubau, sodass ein Innenhof entstand, der an einen klösterlichen Kreuzgang erinnert.

Im Neubau von 2015/16 bieten ein Bistro, Schul- und Sitzungszimmer sowie Büros Platz für das Pfarreileben. Das Kirchengebäude wurde nach dem Bau des Pfarreizentrums entkernt, sodass es nun ausschliesslich als Sakralraum dient. Dieser wurde mit durchgehenden bodentiefen Seitenfenstern aus Milchglas und einem Anstrich aus zartem Grau aufgehellt. Altar und Ambo wurden restauriert und durch einen neuen Osterkerzenständer sowie ein Vortragekreuz ergänzt. In die neue, dreiteilige Chorwand ist in der Mitte eine Eichensäule mit dem Tabernakel eingelassen. Unter der Orgelempore wurde eine Marienkapelle eingerichtet; sie ersetzt die frühere auf der Altarseite.