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Meilen

Meilen St. Martin

Meilen

Die Kirche St. Martin Meilen setzt sich aus Elementen von verschiedenen Bauzeiten zusammen. Der jüngsten Bauphase ist es gelungen, den Bau zu einer Einheit zusammenzufügen und die Kirche in ein Gotteshaus mit Ausstrahlung zu verwandeln.

Patrozinium  Hl. Martin von Tours
Baujahr1951
Architekt  Otto Glaus
Pfarreigrösse3’300 
Politische Gemeinde 
Meilen 

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel

Geschichte

Die Katholiken von Meilen wurden ab 1898 von den Geistlichen von St. Georg Küsnacht betreut. 1921 gründeten man einen Kirchenbauverein, doch gestaltete sich die Suche nach einem geeigneten Grundstück als schwierig. 1933 wurde im Betriebsgebäude des Elektrizitätswerkes eine Notkapelle eingerichtet; 1937 war man zwar im Besitz des Areals, doch wurde das Bauvorhaben durch fehlende finanzielle Mittel und den Ausbruch des 2. Weltkriegs verzögert.

1950 erfolgte nach Plänen von Otto Glaus die Grundsteinlegung zu einer schlichten Saalkirche mit quer angefügtem Pfarrhaus, und am 10. Juni 1951 benedizierte Bischof Christian Caminada das Gotteshaus. 1969 errichtete Otto Glaus den freistehenden Kirchturm aus Sichtbeton. 1977/1978 wurde in den Winkel zwischen Kirche und Pfarrhaus ein bescheidenes Pfarreizentrum mit einem Saal eingefügt. 1994/1995 sanierte Rudolf Mathys die Kirche umfassend. Chorseitig erweiterte er sie durch eine Werktagskapelle und vergrösserte auch das Pfarreizentrum.

Architektur & Kunst

Von weitem sichtbar verweist der Turm von St. Martin ist auf den Standort der Kirche. Obwohl vom gleichen Architekten wie die Kirche selbst erbaut, hebt er sich deutlich von ihr ab. Der Grund hierfür liegt in einer geplanten, aber nicht realisierten Gesamtüberbauung des angrenzenden Areals durch die reformierte Kirchgemeinde.

Das Innere der Kirche ist seit der Neugestaltung 1994/1995 in rötliches Licht getaucht, das von den farbigen Fenstern erzeugt wird. Der eingezogene Chor ist rechteckig und bekommt durch das durchgehende Mauerband an der Decke und das durch das Fenster im Dach einströmende Licht einen Zug nach oben, obwohl es die gleiche Höhe hat wie das Schiff. In der Längsachse daran angebaut ist die zeltartige Werktagskapelle. Sie ist eindeutig niedriger als das Schiff und wirkt, durch die leichte Dachschräge verstärkt, als willkommene Verlängerung des Chors. Ihr optisches Zentrum ist ein Buntglasfenster in Kreuzform.

Das künstlerische Konzept, nach dem sich die Kirche heute präsentiert, stammt von Carlos Matter und Sr. Raphaela Bürgi. Der Taufstein, das Altarkreuz und der Osterkerzenleuchter wurden von Alfred Huber geschaffen. Im Eingangsbereich finden sich Teile der Glasfenster, welche 1974 in die sechs Kirchenfenster eingebaut worden waren, sowie ein Fresko von Mario Comensoli mit dem Hl. Georg als Drachentöter aus der Entstehungszeit der Kirche.

Ruemlang

Rümlang St. Peter

Ruemlang

In den 1950er Jahren rechnete Rümlang mit einem massiven Bevölkerungszuwachs. Deshalb planten die Verantwortlichen südlich des Ortes ein grösseres Infrastrukturprojekt aus Schulhaus, Friedhof sowie einer neuen reformierten und einer katholischen Kirche. Auch wenn das Ensemble nie vollständig realisiert wurde, überzeugt die singulär dastehende Kirche St. Peter aufgrund ihrer klaren Architektursprache.

Patrozinium  Hl. Petrus
Baujahr1970
Architekt  Bernhard Weis 
Pfarreigrösse2’100 
Politische Gemeinde 
Rümlang 

Website der politischen Gemeinde Rümlang über die katholische Pfarrei

Wikipedia-Artikel
 

Geschichte

Am 21. April 1955 erwarb der Stiftungsrat der Pfarrei Christkönig Kloten, die damals für die Rümlanger Katholiken zuständig war, 23 Aren Bauland im Chilisbäum. 1956 wurde Rümlang zum Pfarrrektorat erhoben, und am 9. Dezember 1962 erhielt dieses den ersten Pfarrer, dem allerdings weder Kirche noch Pfarrhaus zur Verfügung standen – ein Sonderfall im Kanton Zürich.

Die Grundsteinlegung für St. Peter erfolgte am 29. Juli 1969, dem Hochfest des Kirchenpatrons, und am 13. September 1970 fand die Einweihung durch Bischof Johannes Vonderach statt. Der Bau eines Turmes – er war für die Kirchen beider Konfessionen vorgesehen – unterblieb, und so fehlen St. Peter als einer von ganz wenigen Kirchen im Kanton die Glocken.

Architektur & Kunst

Das Ensemble von Kirche, Pfarrhaus und Pfarreizentrum wurde von Bernhard Weis erbaut. Von allen Seiten gut sichtbar steht das Gebäude rund drei Meter höher als das umliegende Terrain. Diese leicht erhöhte Lage und das leuchtende Weiss, in dem die Kirche gestrichen ist, erinnern an die Wallfahrtskirche Notre-Dame-du-Haut de Ronchamp von Le Corbusier, deren Baukörper auch für das Innere der Kirche St. Petrus Vorbild war. 

Ins Innere gelangt man durch zwei relativ schmale, lange und dunkle Gänge seitlich eines angedeuteten Turms. Der turmartige Baukörper bildet den Chor, sodass Altar und Tabernakel nur sichtbar werden, wenn man sich deutlich dreht. Auch die Anordnung der Bänke ist ungewöhnlich: Sie sind nicht parallel zu den Aussenwänden, sondern in der Diagonalen aufgestellt.

Der Kirchenraum wird durch Fenster erhellt, die sich auf der Innenseite des Turms und auf der Bergseite des Kirchenschiffs befinden. Die Bänke sind halbkreisförmig um den Altar gruppiert. Der Taufbrunnen ist auf der linken Seite des Altarbereichs aufgestellt, dessen liturgische Orte aus hellem Cristallinagranit, aber auch aus dunklem Marmor geschaffen wurden. Tabernakel, Ambo und Chorkreuz bestehen aus Eichenholz und sind mit blauen Emailplättchen versehen. In der Ecke dem Altarbezirk gegenüber, unter der Orgelempore, ist eine Werktagskapelle eingerichtet, offen gegen den grossen Kirchenraum. Alle Kunstwerke der Kirche wurden von Alfred Huber geschaffen, der damals in der Gemeinde lebte und sein Atelier hatte und heute unweit der Kirche auf dem Friedhof seine letzte Ruhe gefunden hat.

Wald

Wald St. Margarethen

Wald

Die Kirche St. Margarethen in Wald wurde 1927 eingesegnet und ist noch heute weitgehend in ihrem originalen Zustand erhalten. Der Ursprung der Pfarrei ist ein besonderer: Sie ist aus der ältesten Missionsstation im Zürcher Oberland hervorgegangen, die 1866 am Pilgersteg zwischen Wald und Rüti errichtet worden war und beim Aufbau der katholischen Seelsorge in der ganzen Region eine wichtige Rolle gespielt hatte.

Patrozinium  Hl. Margareta von Antiochia 
Baujahr1927
Architekt  Josef Steiner
Pfarreigrösse2’900
Politische Gemeinde 
Wald

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel
 

Geschichte

Für die Katholiken des Zürcher Oberlandes bauten die Kapuzinerpatres von Rapperswil im Auftrag des Churer Bischofs ab 1866 eine erste Missionsstation auf, und zwar auf halbem Weg von Wald nach Dürnten und Rüti. Als in den 1870er Jahren die Zahl der Katholiken rasch anstieg, beschlossen die Verantwortlichen, eine richtige Kirche zu bauen. 1872 wurde dafür in Wald mit Unterstützung der Inländischen Mission eine bescheidene Saalkirche errichtet. Sie wurde der Hl. Margaretha zugeeignet und am 6. September 1874 vom Guardian des Kapuzinerklosters Rapperswil eingesegnet. 1882 erhob der Bischof Wald zu einer eigenständigen Pfarrei, und die Seelsorge ging von den Kapuzinerpatres an die Diözesanpriester über.

1915 wurde am Standort der heutigen Kirche eine erste Parzelle erworben. Am 4. Juli 1926 fand die Grundsteinlegung statt, und am 9. Oktober 1927 segnete Bischof Georg Schmid von Grüneck das Gotteshaus ein.  Am 7. November 1954 wurde das inzwischen von Bauschulden befreite Gotteshaus von Bischof Christian Caminada geweiht. 1972/73 erfolgte unter Herbert Oberholzer eine umfassende Sanierung, und im Jahr darauf erhielt die Kirche ihre heutige Orgel.

Architektur & Kunst

Die Kirche St. Margarethen ist ein charakteristischer Kirchenbau von Joseph Steiner. Dieser schuf in Wald eine neoromanische Kirche von Innerschweizer Prägung. Die Kirche St. Margarethen Wald folgt einem für Josef Steiner typischen Bautypus, wie er ihn bereits in Zürich-Wiedikon und in Wetzikon verwendet hatte: in den Grundzügen geprägt durch die Romanik und vor allem im Äusseren mit Anklängen an den Heimatstil.

Im Innern dominiert das Romanische. Die Kirche besteht aus einem dreischiffigen Langhaus mit einem eingezogenen, durch eine halbkreisförmige Apsis abgeschlossenen Chor. Bezüglich Ausstattung ging es in Wald ähnlich zu wie an andern Orten. Aus finanziellen Gründen war sie am Anfang ausgesprochen bescheiden. Erst 1939 kamen ein angemessener Hochaltar, eine neue Kanzel sowie Kommunionbänke in die Kirche, und der Chor wurde durch den Zürcher Künstler August Frey ausgemalt. Im Zug der Anpassungen an die Vorstellungen des II. Vatikanums 1972/73 wurde der Hochaltar wieder entfernt, die Fresken wurden übertüncht, und an die Stelle des bisherigen liturgischen Mobiliars traten der Volksaltar samt Ambo sowie im Chor ein schlichtes Holzkruzifix.

Zurich Aki

Zürich AKI

Zurich Aki

Oberhalb des Centrals, in der Nähe von ETH und Universität, befindet sich seit 1919 das aki, das Haus der katholischen Hochschulgemeinde Zürich. Seine Räumlichkeiten dienen der Seelsorge für die Studierenden der Zürcher Hochschulen. Darüber hinaus steht die Kapelle des aki allen offen, die hier beten oder Gottesdienste mitfeiern möchten.

InstitutionKatholische Hochschulgemeinde Zürich
Baujahr1935
Architekt  Anton Higi
TrägerschaftGesellschaft Jesu (Jesuiten)
Quartier
Zürich-Unterstrass

Website der aki – katholische Hochschulgemeinde Zürich

Website der Jesuiten Schweiz

Geschichte

Seit 1918 wird die Seelsorge für die Akademiker und Akademikerinnen in Zürich von der Gesellschaft Jesu, den Jesuiten geleitet. Um die Finanzierung zu sichern, wurde der Augustinusverein ins Leben gerufen, dank dem in den 1930er Jahren das Areal für den Bau des heutigen Gebäudes am Hirschengraben erworben werden konnte. Anton Higi erbaute das Gebäude 1935 samt Kapelle, die im Lauf der Jahrzehnte verschiedene Veränderungen erlebte. Trotz des Jesuitenverbots, das in der Schweiz bis 1973 galt, wurde die Seelsorge der Akademiker durch die Jesuiten zunächst geduldet und ab 1953 durch den Kanton Zürich ausdrücklich gebilligt. Das aki-Haus wurde 1993 generalsaniert, wobei auch die Kapelle im ersten Obergeschoss neugestaltet wurde.

Ausstattung

Die Tiroler Bildhauerin Patricia Karg schuf einen sakralen Raum, der ganz auf die Begegnung mit Gott und Jesus Christus ausgerichtet ist. Im Zentrum des liturgischen Bezirks steht der aus Lindenholz gestaltete Altar, Sinnbild für Jesus Christus. Die dreieckige Altarplatte verweist auf die Trinität. Der Ambo führt den Bezug zu Jesus Christus fort, indem er als Stamm Jesse gestaltet ist. Auch der Tabernakel besitzt zwei handförmige Türgriffe, die wie Arme ineinander verschränkt sind. Eine Christusikone aus dem Jahr 1780, eine Pietà sowie die Glasfenster, die von Heinrich Stäubli und Ernst Holenstein 2001 gefertigt wurden, runden die Ausstattung der aki-Kapelle ab.

Zurich StPeterPaul

Zürich St. Peter und Paul

Zurich StPeterPaul

Die Kirche St. Peter und Paul ist die älteste der 25 römisch-katholischen Kirchen der Stadt Zürich und gilt als Mutterkirche der Zürcher Katholiken. Als Besonderheit besitzt sie eine prächtige barocke Monstranz, die der damalige Papst Pius IX. den Zürcher Katholiken zum Dank dafür schenkte, dass sie sich im Streit um die Unfehlbarkeit für die Seite des Papstes und damit für den Verbleib in der römisch-katholischen Kirche entschieden hatten.

Patrozinium  St. Peter und Paul
Baujahr1874
Architekt   Rudolf Gottlieb Gull, Alfred Chiodera und Theophil Tschudy
Pfarreigrösse4’100 
Quartier 
Aussersihl

Website der Pfarrei

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Geschichte

Die wachsende Zahl der Katholiken machte die bislang einzige Pfarrei Zürichs, St. Peter und Paul, zeitweise zur grössten der ganzen Schweiz, weshalb der Aufbau weiterer Gemeinden dringend nötig wurde. 1886 wurde ein Kirchenbauverein mit dem Ziel gegründet, in Zürich neben St. Peter und Paul Aussersihl ein zweites katholisches Gotteshaus zu errichten.
Beim Landkauf für die Liebfrauenkirche spielte der Kampf um den Standort des künftigen Schweizerischen Landesmuseums eine wichtige Rolle. Um die katholischen Stände für Zürich zu gewinnen, wurde diesen von Seiten der Stadtregierung angeboten, die Beschaffung des gewünschten Areals für die neue Kirche nördlich der Limmat zu ermöglichen. Der Bundesbeschluss für den Standort des Landesmuseums fiel zugunsten Zürichs aus, und am 19. August 1892 erhielten die Katholiken die Erlaubnis für den Bau der Liebfrauenkirche an ihrem heutigen Platz.

Die Idee, das Gotteshaus nach dem Vorbild römischer und oberitalienischer Basiliken zu gestalten, entwickelte August Hardegger zusammen mit dem einflussreichen Kunsthistoriker und Einsiedler Pater Albert Kuhn. Mit dem gewählten Baustil sowie mit der Weihe an die Gottesmutter wollte man die Verbundenheit mit dem Papst betonen.
Zunächst war die Liebfrauenkirche für 1200 Personen geplant und hätte zwei Kirchtürme erhalten sollen. Aus Kostengründen musste jedoch die Zahl der Sitzplätze auf 1000 reduziert und auf einen der beiden Türme verzichtet werden. Am 13. Mai 1893 fand die Grundsteinlegung statt. Die Einsegnung der Kirche fand am 7. Oktober 1894 statt.

Die zur Liebfrauenkirche gehörige Pfarrei wurde, im Zusammenhang mit der Eingemeindung von zehn Vororten, am 1. Januar 1893 geschaffen. Sie umfasste das ganze rechtsufrige Stadtgebiet. Wegen ihrer zentralen Lage übernahm Liebfrauen auch wichtige Funktionen für die öffentlich-soziale und politische Tätigkeit der Katholiken in Zürich. Neben verschiedenen Vereinen und sozialen Instituten wie Spitälern und Wohnheimen, die z.T. bis heute Liebfrauen angegliedert sind, sind insbesondere die Schulen zu nennen.

Erste bauliche Veränderungen in der Kirche erfolgten durch Anton Higi. 1922 erweiterte dieser die Orgelempore, und 1954/1955 ersetzte sein Sohn Karl Higi das neoromanische Pfarrhaus. 1980/1981 wurde die Liebfrauenkirche nach Plänen von Otto Glaus renoviert und eine Krypta erstellt. Dieser entfernte im Gotteshaus die beiden Seitenaltäre. Bei der Wiedereröffnung der Liebfrauenkirche schenkte das Kloster Einsiedeln der Pfarrei Reliquien der Stadtheiligen St. Felix und Regula. Eine Innenrenovation der Kirche erfolgte 2010/2011 durch die Architekten Staffelbach und Meier.

Architektur & Kunst

Die Liebfrauenkirche zählt als Nachbildung einer frühchristlichen Basilika zu den bedeutendsten und harmonischsten Bauten des Historismus in der Schweiz. Aus topografischen Gründen ist sie nicht geostet, sondern nach Norden ausgerichtet. Der südliche Eingang ist durch eine breite Vorhalle geschützt. Um die Apsis liegt ein geschlossener Chorumgang, der als Sakristei dient.

Das Innere ist durch Arkaden auf massiven Säulen sowie durch Lichtgaden rhythmisiert. Bei der Einsegnung der Kirche im Jahr 1894 war die Ausstattung noch recht karg. Die Wände waren zurückhaltend mit einfachen Ornamenten bemalt, und auf bunte Glasfenster hatte man verzichten müssen. Einzig das Gebälk des Dachstuhls war – nach dem Vorbild von S. Miniato al Monte, Florenz – farbig gefasst.

Dank Stiftungen und Legaten wurde die Einrichtung in den folgenden Jahrzehnten stückweise ergänzt, sodass vom 13. bis 15. Oktober 1907 die Weihe der Kirche und ihrer Altäre stattfinden konnte. Der damalige Hochaltar und die Kanzel wurden von August Hardegger entworfen. Der Chor war damals bereits mit Fresken und Mosaiken von Fritz Kunz ausgestaltet, im Langhaus kamen sie 1922/1923 dazu.

1981 erfolgte die Umgestaltung durch Otto Glaus. Die heutige Orgel erhielt die Liebfrauenkirche 1983. Das Schleifladen-Instrument von der Firma Kuhn verfügt über 51 Register auf drei Manualen und Pedal.

Birmensdorf

Birmensdorf St. Martin

Birmensdorf

Wie die mittelalterliche Kirche von Birmensdorf, so ist auch das heutige katholische Gotteshaus dem Hl. Martin von Tours geweiht, der mit dem Teilen seines Mantels nicht nur einen Bettler vor der Kälte bewahrte, sondern auch uns Menschen von heute zur Solidarität und Nächstenliebe ermahnt.

Patrozinium  Hl. Martin von Tours
Baujahr1977
Architekt  Walter Moser 
Pfarreigrösse3’100 
Politische Gemeinden 
Aesch, Birmensdorf und Uitikon 

Website der Pfarrei

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Geschichte
Die ersten Katholiken, die im 19. Jahrhundert in Birmensdorf sesshaft geworden waren, konnten in Dietikon den Gottesdienst besuchen. Als 1900 die Kirche Heilig Kreuz in Altstetten errichtet wurde, kümmerten sich deren Geistliche auch um die zahlreicher werdenden Katholiken von Birmensdorf, Uitikon und Aesch. 1929 wurde ein Baugrund erworben, auf dem noch im gleichen Jahr am 11. November, dem Gedenktag des Hl. Martin, eine erste Kirche eingesegnet wurde.

Nach dem 2. Weltkrieg zeichnete sich ab, dass ein Neubau der Kirche samt Räumen für das Gemeindeleben nötig wurde. Die 1958 gegründete Pfarrkirchenstiftung konnte im Mai desselben Jahres das an das Gotteshaus angrenzende Grundstück erwerben.

1962 wurde ein erstes Projekt ausgearbeitet, das aber in der Gemeinde zu wenig Anklang fand. 1972 genehmigte die Kirchgemeindeversammlung die Planung eines zweiten Projektes. Beim Architekturwettbewerb konnte sich Walter Moser durchsetzen. 1976-1977 wurde St. Martin samt Pfarrhaus und Pfarreizentrum errichtet. Am 30. Oktober 1977 weihte Bischof Johannes Vonderach das Gotteshaus feierlich ein.

Architektur
Walter Moser hatte seinem Projekt den finnischen Namen «Ritilä» gegeben. In Finnland hatte er einige Zeit beim Stararchitekten Alvar Aalto gearbeitet, dessen Ideen ihn nachhaltig beeinflussten. Charakteristisch für St. Martin ist die Gestaltung des Innenraumes in béton brut. Dem Geschmack der Zeit entsprechend ist die Kirche samt Pfarreizentrum zurückhaltend errichtet worden und fügt sich – abgesehen von ihrer Farbgebung in verschiedenen Rottönen – unauffällig in die Bauten des Quartiers ein. Lediglich der Turm verrät, dass es sich beim Gebäude um eine Kirche handelt.

«Ritilä» heisst auf Deutsch Netz oder Rost. bezieht sich auf die auffällige Gestaltung der Kirchendecke, die von einer netzartigen Struktur geprägt wird und trotz ihrer massiven Betonbauweise über dem Raum zu schweben scheint. Das Licht dringt über verdeckte Fenster zwischen Decke und Wand in den Raum. Die Bänke gruppieren sich im Halbkreis um den Altarraum. Die liturgische Ausstattung wurde von Alfred Huber mehrheitlich aus Cristallina-Marmor geschaffen. Christus-Symbole schmücken den Altar auf allen vier Seiten. Rechts vom Altar befindet sich der hellblau leuchtende Tabernakel, der mit emaillierten Eucharistie-Symbolen besetzt ist. Seitlich vom Altarraum ist der Taufstein aufgestellt. Alfred Huber schuf den Ambo bewusst aus einem leichter wirkenden Material als den Altar, nämlich aus Argentana, einer silberartigen Gusslegierung. Auch die Muttergottes ist aus diesem Material gestaltet.

Herrliberg

Herrliberg St. Marien

Herrliberg

Die Kirche St. Marien Herrliberg ist eine der wenigen zeitgenössischen Kirchen mit der Struktur eines Zeltes. 1956 durch das Architektenteam Pfammatter und Rieger errichtet, ist sie unter den Sakralbauten, die zur Betongotik zählen, aufgrund ihrer Gestalt einzigartig.

Patrozinium  Muttergottes
Baujahr1956
Architekten Ferdinand Pfammatter und Walter Rieger 
Pfarreigrösse1’600
Politische Gemeinde 
Herrliberg

 

Website der Pfarrei

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Geschichte

Die katholische Pfarrei Herrliberg ist eine Tochterpfarrei von St. Georg Küsnacht. Dank Spenden und Schenkungen konnte die Kirche nach Plänen von Ferdinand Pfammatter und Walter Rieger 1956 erbaut werden. Am 7. Oktober 1956 weihte Bischof Christian Caminada die Kirche. 1963 erhob der Bischof Herrliberg zu einer eigenständigen Pfarrei. 1972 wurde der Pfarreisaal unter der Kirche ausgebaut, 1976 erhielt die Kirche ihre Glocken, 1985 wurde die Kirche renoviert und 1986 die heutige Orgel eingebaut. 2005 gestaltete Werner Fisler den Pfarreisaal samt Aussenbereich neu, und 2015 besorgte er die Sanierung der Fassaden.

Architektur & Kunst

Anders als die übrigen Kirchen, die Ferdinand Pfammatter und Walter Rieger in den 1950er Jahren errichteten, ist St. Marien mit dem monumentalen Satteldach als Zeltkirche gestaltet. Aufgrund der rhythmisierenden Betonpfeiler und Betongurten, der grossen Kirchenfenster und der dekorativen Betongitterwerke zählt man die Kirche St. Marien zur Betongotik.
Der Kirchturm ist überraschend niedrig und von der Frontseite her kaum sichtbar. Abgeschlossen wird der Turm von einem kleinen Dachreiter, der eine Turmspitze andeutet und von einem Kreuz bekrönt wird.

Der Innenraum wird vom Giebeldach geprägt, das sich weit herunterzieht und seine Last sowohl auf die Wandpfeiler als auch auf die Seitenwände abgibt. Die beiden grossen Fenster, welche die Ost- und Westfront der Kirche einnehmen, sind für den ganzen Kirchenbau bestimmend. Während das Westfenster von den Masswerkelementen der Betongotik geprägt wird, besteht das Ostfenster aus einem monumentalen Glasfenster, das von Hans Stocker 1961 geschaffen wurde.

Passend zum marianischen Patrozinium der Kirche ist das Glasfenster im unteren Teil in Blautönen gehalten. Durchbrochen wird das Blau von gelben und roten Bereichen, in denen Jesus und Maria dargestellt sind. In der Mitte des Glasgemäldes, über dem Altar, ist die Muttergottes unter dem Kreuz Christi dargestellt. Im oberen Bereich des Fensters sind Sonne und Mond sowie die Himmelfahrt Mariens zu erkennen. Bedeutsam für die Wirkung des Innenraums ist auch der Orgelprospekt. Mit der Form des Dreiecks, auf dem er basiert, nimmt er die Neigung des Zeltdaches auf und mit den Holzriemen vor den Pfeifen die Stäbe der Fenster.

Mettmenstetten

Mettmenstetten St. Burkard

Mettmenstetten

Die Kirche St. Burkard überzeugt durch ihre moderne und doch unaufdringliche Gestaltung. Erbaut wurde sie 1968 auf leicht ansteigendem Gelände westlich des Ortskerns von Mettmenstetten.

Patrozinium  Hl. Burkard
Baujahr1968
Architekt  unbekannt 
Pfarreigrösse2’200 
Politische Gemeinde 
Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten 

Website der Pfarrei

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Geschichte

1931 wurde mit Hilfe der Inländischen Mission eine eigene Seelsorgestation für die Gemeinden Maschwanden, Mettmenstetten und Knonau errichtet. 1934 konnte in Mettmenstetten das Areal für den Bau der Kapelle bzw. der heutigen Kirche erworben werden. Im Februar 1935 ernannte Bischof Vincenz Mettmenstetten zum Pfarrrektorat. Im Spätherbst desslben Jahres wurde innert zweier Monate die Kapelle St. Burkard erstellt und am 22. Dezember eingesegnet. Der Priester blieb vorerst in Knonau wohnen, bis 1939 neben der Kapelle auch ein Pfarrhaus bezogen werden konnte. Am 18. März 1941 erhob der Bischof Mettmenstetten zur Pfarrei. 1961 wurde seitlich der Kapelle ein Glockenturm errichtet.

Als aufgrund der öffentlich-rechtlichen Anerkennung der katholischen Kirche im Kanton Zürich Kirchensteuern eingezogen werden konnten, war es der Pfarrei Mettmenstetten möglich, 1967/1968 die heutige Kirche St. Burkard samt Pfarreizentrum und modernem Pfarrhaus zu erbauen. Im Jahr 2000 wurde für die inzwischen gewachsene Pfarrei das Zentrum um weitere Räume vergrössert und der heutige Kirchturm erstellt. 2016 erfolgte eine Neugestaltung des Kirchenraumes, der hierbei auch ein modernes Glasfenster von Fritz J. Dold erhielt.

Rueschlikon

Rüschlikon St. Nikolaus

Rueschlikon

Bereits im 14. Jahrhundert wird in Rüschlikon eine Kapelle erwähnt, die den Hl. Nikolaus zum Patron hatte. Die 1982 eingeweihte katholische Kirche von Rüschlikon greift dieses mittelalterliche Patrozinium auf und ehrt damit einen Heiligen, der ein wahrer Menschenfreund und Helfer in der Not war.

Patrozinium  Hl. Nikolaus von Myra
Baujahr1982
Architekt  Benito Davi 
Pfarreigrösse1’400 
Politische Gemeinde 
Rüschlikon 

Website der Pfarrei

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Geschichte

Am 10. März 1963 fand im Singsaal des Oberstufenschulhauses der erste katholische Gottesdienst in Rüschlikon seit 400 Jahren statt. 1967 konnte unterhalb der reformierten Kirche das Land für ein Gotteshaus im Dorf erworben werden. Es folgten langwierige Verhandlungen im Rahmen eines Quartierplans, der den ganzen «Oberen Dorfkern» betraf. Das geplante Ensemble hätte auch Räumlichkeiten für die reformierte Kirchgemeinde und für die Schule umfasst, doch wurde das Projekt  1974 an der Kirchgemeindeversammlungabgelehnt. 1979 wurde dann das zweite, stark redimensionierte Projekt genehmigt und 1980-1982 von Benito Davi realisiert.

Architektur & Kunst

Das Gebäude der St. Nikolaus-Kirche befindet sich unweit des Bahnhofs. Weil das Gotteshaus keinen eigentlichen Kirchturm besitzt, sondern lediglich einen turmähnlichen Anbau, ist die Kirche als solche nicht auf den ersten Blick zu erkennen.

Das kirchliche Gebäude besteht aus zwei Baukörpern, einem grösseren mit annähernd quadratischem Grundriss und einem an dessen südwestliche Ecke angefügten polygonalen Vorbau. Welcher Nutzung die einzelnen Gebäudeteile dienen, ist von aussen nicht ohne Weiteres zu erkennen. Besonders augenfällig ist dies beim erkerartigen Vorbau, der den Turm ersetzt. Er signalisiert zwar mit dem Kreuz auf dem höchsten Punkt den Sakralbau, beherbergt im ersten Stock aber einen Teil der Pfarrwohnung und weist darüber – unter dem Dach hinter dem Kreuz – eine Terrasse auf. Gerne hätten auch die Katholiken einen Turm mit eigenem Geläut gehabt, doch wurden zwei Glockentürme in kaum 100 m Entfernung nicht goutiert. Heute läuten die Glocken der reformierten Kirche auch für die Katholiken.

Eindrücklich sind die Ausstattungsgegenstände von Susana Polac. Der Altar mit angefügtem Ambo und der Taufstein bestehen aus patinierter Terracotta; die Frontseite des Altars zeigt ein wirbelndes Sonnenrad.  Die Glasfenster stammen von Roman Candio, einem Mitarbeiter von Ferdinand Gehr.  Seit 1979 findet sich auch eine ehrwürdige Statue des Nikolaus von Myra in der Kirche, ein Werk aus dem Raum Bayern-Böhmen, das um 1530 entstanden ist.

Wallisellen

Wallisellen St. Antonius

Wallisellen

St. Antonius Wallisellen ist die erste von sechs Kirchen, die Karl Higi im Kanton Zürich erbaute. Das Innere ist geprägt durch die Altarraumgestaltung von Josef Caminada und durch die grossen Glasfenster von Ferdinand Gehr.

Patrozinium  Hl. Antonius von Padua
Baujahr1958
Architekt  Karl Higi 
Pfarreigrösse4’500 
Politische Gemeinde 
Wallisellen 

Website der Pfarrei

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Geschichte

Am 16. Juli 1922 wurde in Wallisellen zum ersten Mal seit der Reformation eine katholische Messe gefeiert. 1924 richtete Bischof Georg Schmid von Grüneck das Pfarrvikariat Wallisellen ein. Dazu gehörten bis zur Gründung der Missionsstation Kloten 1942 auch die Gemeinden Bassersdorf, Nürensdorf und Kloten.

1926 wurde das heutige Pfarrhaus erbaut und darin eine Kapelle errichtet, die am 13. Juni 1926 benediziert wurde. Die geplante grosse Kirche konnte erst nach dem 2. Weltkrieg und nach intensiven Sammelaktionen in Angriff genommen werden. Die Kirche wurde 1956–1958 nach Plänen von Karl Higi errichtet und am 16. März 1958 von Bischof Christian Caminada eingeweiht. 1959 erhielt sie die erste Orgel und im Frühling 1961 vier Glocken.

1971 gestaltete man den Altarraum der Kirche St. Antonius um und passte ihn an die Vorgaben des Zweiten Vatikanums an.  1990/1991 realisierte man gleichzeitig mit der Neugestaltung der Kirche auch ein Pfarreizentrum. 2012 erhielt die Kirche ihre heutige Orgel, die von der Firma Kuhn nach dem Klangbild der französischen Romantik gestaltet wurde. Das Instrument besitzt 32 Register.

Architektur & Kunst

Die Kirche St. Antonius weist praktisch keine rechten Winkel auf. Sehr wirkungsvoll sind die Schrägen in der Rückwand des Chors, die auf den gekreuzigten Christus zulaufen. Dass sich die Seitenwände verengen, ist im Kirchenschiff kaum merklich, im Chorbereich jedoch deutlich sichtbar. Der Fussboden senkt sich gegen den Altarbereich, während das Dach, in vier schräge Flächen aufgeteilt, seine höchste Höhe über der Linie zwischen Schiff und Altarraum erreicht. Der Turm verbreitert und verjüngt sich über dem Grundriss eines unregelmässigen Sechsecks. Er steht frei und setzt vertikal einen wirkungsvollen Akzent zum eigentlichen Gotteshaus, das grundsätzlich die Horizontale betont.

Der Altar, vor allem aber das Taufbecken und der Ambo von Josef Caminada nehmen diese Raumformen auf eigenwillige Art auf, ebenso der speziell gestaltete Orgelprospekt, bei dem Schwungvolles und Filigranes mit Senkrechtem und Massivem kontrastier­t.

Die grossen Glasfenster, die Ferdinand Gehr für die Kirche St. Antonius schuf, prägen die Atmosphäre im Innern der Kirche. Die Fenster im Chor beschränken sich auf wenige und klare Farben mit hoher Leuchtkraft. Demgegenüber wirken die Fenster auf der Eingangsseite deutlich zurückhaltender. Das mittig liegende Fenster in der ehemaligen Taufkapelle wirkt dank der harmonischen Farbgebung am intensivsten: Über dem ungegenständlich angedeuteten Wasser erscheint die Heiliggeist-Taube im symbolischen Rot der Liebe.