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Zurich StKonrad

Zürich St. Konrad

Zurich StKonrad

Betrachtet man die Kirchen von Ferdinand Pfammatter und Walter Rieger in der Reihenfolge ihrer Entstehung, stellt man bei der Kirche St. Konrad Zürich-Albisrieden eine Neuerung fest: Die Kirche St. Konrad ist die erste der beiden Architekten, die die Gemeinschaft von Klerus und Laien räumlich klar betont. Verstärkt wurde dieses Konzept durch die Gestaltung als annähernder Zentralbau.

Patrozinium  Hl. Konrad von Konstanz
Baujahr1955
Architekten  Ferdinand Pfammatter und Walter Rieger 
Pfarreigrösse6’300
Quartier
Zürich-Albisrieden 

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel
 

Geschichte

Bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Albisrieder Katholiken durch die nahegelegene Pfarrei Heilig Kreuz betreut. Der Bau der heutige Kirche 1953–1955 wurde möglich dank grosszügigen Spenden der Zürcher und der Innerschweizer Katholiken. 1956 wurden der Kirchturm und das Pfarrhaus errichtet, 1974 die hinter der Pfarrkirche gelegene Kapelle von Rudolf Mathys. 1982–1988 erstellte Walter Moser das Pfarreizentrum westlich der Kirche; gleichzeitig wurden Kirche und Kirchturm saniert.

Architektur & Kunst

Mit seinen leicht geschwungenen Dachgiebeln und den dekorativen Betongittern in Anlehnung an die Betongotik trägt St. Konrad unverkennbar die Handschrift des Architektenteams Pfammatter und Rieger. Aufgrund der geringen Tiefe des Bauplatzes weist der Grundriss die Form eines beinahe gleichschenkligen Kreuzes auf, wodurch die Kirche den Charakter eines Zentralbaus bekommt. Der Turm von St. Konrad setzt mit seinen 34 Metern ein weit herum sichtbares Zeichen. Wenn alle Glocken miteinander läuten, schwankt der Kirchturm sichtbar.
Ein wesentliches Gestaltungselement des Kircheninneren sind die beiden grossen, 1960 eingesegneten Glasfenster von Paul Monnier. Dasjenige im Chor zeigt den gekreuzigten Christus, darunter die Muttergottes und etwas abseits den Kirchenpatron, den Hl. Konrad. Auf der gegenüberliegenden Seite sind die vier Evangelisten dargestellt – leider wird dieses Fenster seit 2005 von der Orgel verdeckt.

1969 wurde die Kirche an die Vorgaben des II. Vatikanums angepasst und im Innern renoviert. Bei der erneuten Umgestaltung 1988 ersetzte man den ursprünglichen Hochaltar durch einen zur Seite gerückten Holzaltar. Von Maya Armbruster stammen Ambo und Tabernakel, aber auch die sieben grossen, quadratischen Oelbilder. Für Gottesdienste in kleinerem Rahmen, aber auch für Meditationen und für das persönliche Gebet steht seit 1974 hinter der Pfarrkirche eine Kapelle zur Verfügung. Sie ist dem Hl. Bruder Klaus geweiht und enthält ein eindrückliches Wandbild, welches das himmlische Jerusalem zeigt, ein Gemeinschaftswerk von Rudolf Mathys und Maya Armbruster.

Baeretswil

Bäretswil Bruder Klaus

Baeretswil

Selbstbewusst steht die moderne Kirche Bruder Klaus, geschaffen aus hellem Backstein, an erhöhter Lage unweit des Ortskerns von Bäretswil. Mit ihrem jüngsten Sakralbau zeigen die Architekten Felix Loetscher und Robert Tanner, wie man auch ein kleineres Gotteshaus mit klaren Formen zu einem markanten Gebäude formen kann.

Patrozinium  Hl. Bruder Klaus
Baujahr1990
Architekt  Felix Loetscher und Robert Tanner 
Pfarreigrösse2’300 
Politische Gemeinden 
Bauma, Bäretswil und Fischenthal 

Website des Pfarr-Rektorats

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Geschichte

Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein lebten in Bäretswil nur wenige Katholiken. 1930 zählte man im Ort lediglich 257 Katholiken. Diese Zahl verdoppelte sich für kurze Zeit, als die Schweizer Armee während des 2. Weltkriegs über 200 französische Soldaten internierte. Als die internierten französischen Soldaten 1941 verlegt wurden, wünschten sich die Bäretswiler eine Fortführung der Gottesdienste vor Ort. Deshalb zog Pfarrer Carl Engesser nach Bäretswil, der aus Protest gegen den Nationalsozialismus Deutschland verlassen hatte. Er bettelte inmitten des 2. Weltkriegs das Geld für eine erste Kirche zusammen. Im Herbst 1942 konnte ein Grundstück erworben werden, und der bekannte Architekt Adolf Gaudy entwarf ein kleines Gotteshaus. Aus finanziellen Gründen realisierte man jedoch nur den Pfarreisaal. Im Juli 1943 weihte man ihn dem Bruder Klaus, dem Friedensstifter der Alten Eidgenossenschaft.

In der Nachkriegszeit entwickelte sich Bäretswil zu einem Pendlerdorf mit stetig wachsender Einwohnerzahl. Nicht zuletzt dank der finanziellen Unterstützung der Kantonalkirche konnte schliesslich 1989-1990 der heutige Kirchenbau von Felix Loetscher und Robert Tanner realisiert werden. Am 9. Dezember 1990 weihte Bischof Johannes Vonderach das Gotteshaus feierlich ein.

Architektur & Kunst

Auf leicht erhöhtem Terrain erhebt sich die Kirche mit ihrem hellen Mauerwerk und wird von einem Pultdach abgeschlossen. Die Steine beim Eingang erinnern den Besucher an die wilde Ranftschlucht, in der sich die Klause des Bruder Klaus befunden hatte. Anders als etliche Sakralbauten aus den vorangegangenen Jahren besitzt das Bäretswiler Gotteshaus einen gut sichtbaren Glockenturm, der auf den kirchlichen Charakter des Gebäudes verweist und ein vierstimmiges Geläut erklingen lässt.

Das Innere der Kirche wird geprägt von Holzpfeilern und einer Föhrenholzdecke, die ein Gefühl der Geborgenheit vermitteln. Die liturgischen Orte bestehen aus Glarner Marmor und wurden nach Entwürfen der Architekten gestaltet. Kreuz, Marienstatue und Bruder-Klaus-Skulptur unterstreichen den sakralen Charakter des Raums. Beachtung verdient das fünfteilige Glasfenster. Es wurde von Johann Jakob Zemp geschaffen und zeigt das Meditationsrad des Bruder Klaus und erinnert an dessen Worte: „Gott ist die Mitte, zu jeder Zeit, zu allen Zeiten, auf allen Wegen, im Auf und Ab eines jeden Menschenlebens.“ Die Orgel stammt aus der Werkstatt der Firma Graf.

Greifensee

Greifensee Hl. Johannes XXIII.

Greifensee

Mitten im historischen Städtchen Greifensee steht die «Lìmi», eine alte Leimsiederei, in die 1984-1985 die katholische Kirche Johannes XXIII. samt Pfarreizentrum eingebaut wurde. Äusserlich hat das Gebäude sein historisches Aussehen behalten und ist kaum als Sakralbau zu erkennen; das Innere dagegen wurde modern gestaltet und besitzt im oberen Stock einen ansprechenden Gottesdienstsaal.

Patrozinium  Hl. Johannes XXIII.
Baujahr1985
Architekt  unbekannt 
Pfarreigrösse1’300 
Politische Gemeinde 
Greifensee (mit Nänikon und Werrikon)

Website des Pfarr-Rektorats

Wikipedia-Artikel

Geschichte

Greifensee behielt bis ins 20. Jahrhundert seinen Charakter als historisches Landstädtchen mit alteingesessener reformierter Bevölkerung. Als aber im Ort selber wie auch im nördlich gelegenen Nänikon in den 1960er Jahren eine rege Bautätigkeit einsetzte, erhöhte sich auch in Greifensee die Anzahl katholischer Einwohner. Engagierte, progressive Katholiken begannen 1969 ein eigenständiges Pfarreileben vor Ort zu entwickeln. 1974 ernannte Bischof Johannes Vonderach Greifensee zum Pfarrrektorat der neu erstandenen Pfarrei Bruder Klaus Volketswil. Die Benennung der Greifenseer Kirche nach Papst Johannes XXIII., der das II. Vatikanum initiiert hatte, aber noch nicht heiliggesprochen war, zeugt von der damaligen Aufbruchsstimmung.

Architektur & Kunst

Im Gegensatz zu traditionellen Kirchen ist der Boden des Gottesdienstraums ohne erhöhten Altarbereich gestaltet. Die liturgischen Orte wurden von Primo Lorenzetti geschaffen, der mit der Formgebung, der Wahl der Holzarten und der darin eingearbeiteten Symbolik ein Gesamtkunstwerk eigener Prägung schuf. Der Altar wurde als Abendmahlstisch gestaltet und ist wie der Ambo und der Tabernakel aus zwei Holzarten gefertigt: Die senkrechten Teile sind aus Ulmenholz, die waagerechten Teile aus Esche. Der Tabernakel wurde aus einem Holzblock mit Blockintarsien geschnitten: Verschiedene Hölzer formen ein Bild, das auf die geweihten Hostien im Innern des Tabernakels verweist und an das Radbild von Bruder Klaus erinnert. Das Ewige Licht besteht aus einem Kugelgefäss, welches von einem Kubus umfasst wird. Das Motto des Gemeindelebens aus dem Galaterbrief (Gal 5, 13) ist an der Wand über dem Altarbezirk zu lesen: „Ihr seid zur Freiheit berufen – nutzt sie zum Dienste und zur Liebe untereinander.“

Maur

Maur-Ebmatingen St. Franziskus

Maur

Seit 1990 steht im Maurer Ortsteil Ebmatingen die elegante Kirche St. Franziskus, die im Innern durch ihre hochwertige Ausstattung überrascht. Erbaut von Bert Allemann, besitzt das Gotteshaus Werke vom bedeutenden Bildhauer Georg Malin sowie ein ansprechendes Glasfenster vom Kapuziner Fra Roberto Pasotti.

Patrozinium  Hl. Franz von Assisi
Baujahr1990
Architekt  unbekannt 
Grösse der Kirchgemeinde6’700 
Politische Gemeinden 
Egg, Maur, Mönchaltorf und Oetwil a.S. 

 

Website der Kirchgemeinde

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Geschichte

Die ersten Katholiken, die sich in Maur und Umgebung niederliessen, wurden zunächst von Uster aus betreut, später von Egg. Als nach dem 2. Weltkrieg die katholische Bevölkerung weiter anstieg, erfolgte die Seelsorge von St. Antonius Zürich-Hottingen, später von Maria Krönung Zürich-Witikon her.

1980 wünschten sich die Katholiken von Maur einen Seelsorger vor Ort sowie den Aufbau einer eigenen Pfarrei. Deshalb schickte der Bischof 1982 einen ersten Geistlichen nach Ebmatingen, wo auch ein Grundstück für den Bau einer Kirche erworben werden konnte. Einsprachen verzögerten jedoch deren Realisierung, sodass erst 1989 der Spatenstich und die Grundsteinlegung erfolgten. Am 2. Dezember 1990 weihte Altbischof Johannes Vonderach das Gotteshaus feierlich ein. 2007-2008 wurde das Pfarreizentrum erweitert, um für das Gemeindeleben genug Raum zu schaffen.

St. Franziskus ist seit 1982 ein Pfarrvikariat der Mutterpfarrei St. Antonius Egg. Dies drückt sich auch in der Wahl des Kirchenpatrons von Maur-Ebmatingen aus; der Hl. Franz von Assisi und der Hl. Antonius von Padua waren eng vertraut.

Architektur & Kunst

Vom Strassenlärm durch eine Mauer abgeschirmt, sodass sich den Passanten lediglich der Glockenturm zeigt, befindet sich das Gotteshaus auf leicht abfallendem Gelände am Ortsrand von Ebmatingen. Der Besucher gelangt vom Vorplatz durch ein blaues Portal, auf dem der Sonnengesang des Hl. Franziskus aufgemalt ist, und über ein Foyer in das Gotteshaus hinein.

Der Altarraum ist ein Gesamtkunstwerk von Georg Malin. Das im Chorraum aufgestellte Vortragekreuz überragt die anderen Objekte und wird von den Formen Kreuz, Kreis und Quadrat gebildet. Der Altar ist als kubischer Marmorblock geschaffen, unter dem sich die Reliquien des Hl. Franziskus befinden. Die fünf eingekerbten Weihekreuze im Altar erinnern an die fünf Wundmale Christi und schaffen einen Bezug zu den Stigmen des Kirchenpatrons. Der Taufstein ist als Zylinder gestaltet, und auch die gläsernen Weihwasserbecken beim Eingang und das Ewige Licht nehmen die Grundformen des Vortragekreuzes auf. Hinter dem Altarraum erhebt sich ein hohes Glasfenster, das vom Kapuziner Fra Roberto Pasotti geschaffen wurde.

RickenbachSulz

Rickenbach-Sulz St. Josef

RickenbachSulz

St. Josef war in den ersten Jahrzehnten seines Bestehens das religiöse Zentrum der Katholiken nordöstlich von Winterthur. Das Kirchlein samt Pfarrhaus ermöglichte eine bessere Seelsorge auf dem Land und erleichterte auch die Gründung der Pfarreien Wiesendangen und Seuzach. Das Innere überrascht mit ausdrucksstarken Glasfenstern von Jacques Schedler zu Jesu Tod und Auferstehung.

Patrozinium  Hl. Josef
Baujahr1958
Architekt  unbekannt 
Grösse der Kirchgemeinde5’900 
Politische Gemeinden 
Wiesendangen, Rickenbach, Elsau, Ellikon a.d.Thur 

Website der Pfarrei Wiesendangen

Wikipedia-Artikel
 

Geschichte

Die Pfarrei St. Marien Oberwinterthur war bis nach dem Zweiten Weltkrieg auch für die Katholiken bis zur Thurgauer Kantonsgrenze zuständig. Für den Besuch des Gottesdienstes mussten die Menschen über Jahrzehnte weite Wege auf sich nehmen. Ab 1939 fanden deshalb in der Wirtschaft Zur Mühle in Rickenbach regelmässige Gottesdienste statt. 1956 konnte im Ortsteil Sulz der Bauplatz für ein kleines Gotteshaus erworben werden. Mit viel Eigenleistung errichteten die Katholiken 1957–1958 ihre Kirche in Rickenbach-Sulz, welche am 18. Mai 1958 durch Domherr Franz Schnyder eingeweiht.

Nach der staatlichen Anerkennung der katholischen Kirche im Kanton Zürich im Jahr 1963 erfolgte der Aufbau der katholischen Kirchgemeinde Rickenbach-Seuzach, die für die umliegenden politischen Gemeinden zuständig war. Zu selbständigen Pfarreien wurden St. Martin Seuzach und St. Josef Sulz-Rickenbach 1972 erhoben und damit von St. Marien Oberwinterthur abgetrennt. 1981 wurde die Kirche St. Stefan in Wiesendangen eingeweiht. Gleichzeitig zog das Pfarramt von Sulz-Rickenbach nach Wiesendangen um. 1983 wurde die Kirche St. Josef in Sulz renoviert und nach den Vorgaben des Zweiten Vatikanums neugestaltet.

Architektur & Kunst

Die liebenswerte, unprätentiöse Bescheidenheit des Äussern von St. Josef setzt sich auch im Innern fort. Die Kehlbalkendecke schafft eine sakrale Atmosphäre und gibt sowohl dem Chor wie dem Orgelprospekt den nötigen Raum nach oben. Von Bedeutung sind die Glasfenster von Jacques Schedler. Im Kirchenschiff sind sie als Fensterband gestaltet und zeigen Elemente des Kreuzwegs Jesu Christi. Während die Fenster im Kirchenschiff in Rottönen gehalten sind, ist die bestimmende Farbe des dreiteiligen Chorfensters Blau. Da dieses Fenster geostet ist, flutet morgens Sonnenlicht durch dieses Fenster in den Altarraum. Das Chorfenster zeigt die Auferstehung Christi und bild­­et damit das Gegenstück zu den Kreuzwegfenstern; dem Karfreitag wird der Ostermorgen gegenübergestellt. Das Rundfenster über dem Kirchenportal zeigt den Heiligen Geist als Taube. Auf der linken Seite des Kirchenportals befinden sich zwei weitere Glasfenster von Jacques Schedler, welche mit den Motiven von Trauben, Korn und Brot auf die Eucharistie verweisen.

Waedenswil Au

Wädenswil-Au Bruder Klaus

Waedenswil Au

Die jüngste Bruder Klaus-Kirche im Kanton Zürich steht am Zürichsee, am Rande der Halbinsel Au. Beachtung verdienen im Innern die Kunstwerke der beiden Altmeister Sieger Köder und Alois Spichtig.

Patrozinium  Hl. Bruder Klaus
Baujahr2003
Architekt  Christian Gautschi und Bettina B. Storrer 
Pfarreigrösse6’000
Politische Gemeinde 
Wädenswil 

Website der Pfarrei

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Geschichte

1957 wurde in der Au der erste katholische Gottesdienst gefeiert. In den Folgejahren planten die Reformierten und Katholiken gemeinsam ein ökumenisches Zentrum, das jedoch am Nein der reformierten Kirchgemeinde scheiterte. Daraufhin errichteten die Reformierten 1972 einen eigenen Kirchenpavillon, der aber auch den Katholiken offenstand. Als es darum ging, in der Au eine Kirche von bleibendem Charakter zu errichten, sprachen sich die Reformierten erneut gegen ein ökumenisches Gotteshaus aus, weshalb die katholische Pfarrei Wädenswil den Bau allein realisierte. Die Bruder Klaus-Kirche wurde 2003 durch Christian Gautschi und Bettina B. Storrer erstellt.

Architektur & Kunst

Das Gotteshaus steht leicht erhöht an der Alten Landstrasse und bezieht sich in seiner Gestaltung auf das Leben und Wirken des Kirchenpatrons. Hinter dem Altar, der aus geschichteten Steinplatten besteht, sind Goldelemente an der Chorwand angebracht, welche je nach Tageszeit und Lichtverhältnis sanft schimmern oder aber zu leuchten beginnen. Das Gold der Chorwand wird auf der gegenüberliegenden Seite von den gelben Lamellen der Orgel aufgenommen, die von der Firma Mathis 2011 erstellt wurde. Alois Spichtig gestaltete das Betonrelief, das den Namenspatron der Kapelle zeigt. Vom deutschen Priester und Künstler Sieger Köder stammt das Ölgemälde, das die Werke der Barmherzigkeit thematisiert. Vor der Kapelle ist ein Brunnen aufgestellt, der wie der Altar aus aufgeschichteten Steinplatten besteht.

Zumikon

Zumikon Bruder Klaus

Zumikon

Erst 1982 erhielt Zumikon seine katholische Kapelle. Sie befindet sich in der Ortsmitte und wurde im Rahmen des damals neu gestalteten Dorfzentrums erbaut. Das Innere präsentiert sich als Gesamtkunstwerk von Jean Bünter, der zur Entstehungszeit in der Gemeinde wohnhaft war.

Patrozinium  Hl. Bruder Klaus
Baujahr1982
Architekt  unbekannt 
Pfarreigrösse4’400 
Politische Gemeinden 
Zollikon, Zumikon 

Website der Pfarrei

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Geschichte

Zumikon gehört bis heute zur Pfarrei Zollikerberg, mit der die Entstehung der Kapelle Bruder Klaus eng verbunden ist. Nach dem Bau der Kirche St. Michael Zollikerberg richtete sich das Augenmerk auf die Situation in Zumikon. An der Kirchgemeindeversammlung vom 28. Juni 1976 beschloss die katholische Kirchgemeinde Zollikon-Zollikerberg-Zumikon, sich am Gemeinschaftszentrum Zumikon mit einer Kapelle samt dazugehörigen Nebenräumen zu beteiligen. Am Samstag, 30. Oktober 1982 wurde die Bruder Klaus-Kapelle durch Bischof Johannes Vonderach in einem feierlichen Gottesdienst eingeweiht.

Architektur & Kunst

Die Bruder Klaus-Kapelle ist ein Musterbeispiel für die Zurückhaltung, die sich die Katholiken bei der Architektur ihrer Gotteshäuser in den 1970er und zu Beginn der 1980er Jahre auferlegten. Sie entstand im Zug der Neugestaltung des Zumiker Dorfplatzes und ist von ihrer äusserlichen Erscheinung her völlig ins Ensemble der damals erstellten Profanbauten integriert. Nur die Anschrift beim Treppenabgang und das spezielle Kreuz neben dem Eingang machen auf ihren sakralen Charakter aufmerksam. 

Das ganze Gebäude ist entlang der Firstlinie geteilt, und die Kapelle besetzt nur die eine Hausseite; in der andern befinden sich die Räumlichkeiten der Kirchgemeinde. Das Innere wurde von Jean Bünter nach einem einheitlichen Konzept gestaltet. Die vier Glasfenster unter der Orgelempore zeigen das Apostolische Glaubensbekenntnis. Das grosse Fenster auf der rechten Seite des Altarraums ist dem Leben des Hl. Bruder Klaus gewidmet.

Erst 1982 erhielt Zumikon seine katholische Kapelle. Sie befindet sich in der Ortsmitte und wurde im Rahmen des damals neu gestalteten Dorfzentrums erbaut. Das Innere präsentiert sich als Gesamtkunstwerk von Jean Bünter, der zur Entstehungszeit in der Gemeinde wohnhaft war.

Zurich StMartin

Zürich St. Martin

Zurich StMartin

Wer in Zürich zum Zoo hochfährt, kommt an der Kirche St. Martin vorbei, vielleicht ohne diese zu bemerken, denn sie hat keinen Turm und ist von der Strasse her etwas zurückversetzt. Ihr Patrozinium verweist auf das mittelalterliche Kloster auf dem Zürichberg, das an der Stelle des heutigen Restaurants „Altes Klösterli“ im Jahr 1127 von Augustiner Chorherren gegründet und im Zug der Reformation 1523/25 aufgehoben worden war.

Patrozinium  Hl. Martin von Tours
Baujahr1939
Architekt  Anton Higi 
Pfarreigrösse1’400 
Quartier
Zürich-Fluntern 

Website der Pfarrei

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Geschichte
St. Martin ist eine Tochterpfarrei der Liebfrauenkirche Zürich. Bereits 1920 suchten die Verantwortlichen von Liebfrauen nach einem Areal für den Bau einer katholischen Kirche in Fluntern. Da nach dem Bau der Neuen Kirche Fluntern die Reformierten die Alte Kirche Fluntern nicht mehr brauchten, versuchten die Katholiken, diese zu bekommen, was ihnen städtische Liegenschaftenverwaltung verweigerte. 1933 konnte dann der katholische Bauverein das Areal für die heutige Kirche St. Martin oberhalb der Alten Kirche Fluntern erwerben. 1938-1939 erbaute Anton Higi unter Mithilfe von Walter Rieger die Kirche. 1940 erhob Bischof Laurenz Matthias Vincenz St. Martin zu einer eigenständigen Pfarrei.

1960 wurde das Untergeschoss der Kirche von Cramer, Jaray und Paillard umgebaut, und 1965 erfuhr das Kircheninnere von Fritz Metzger eine Neugestaltung. 2013 erfolgte eine Modernisierung des Kirchenraums. Zeitgleich wurden der Vorplatz der Kirche umgebaut und die Räume im Untergeschoss modernisiert.

­Architektur & Kunst

Die Kirche St. Martin ist die einzige katholische Kirche im Kanton Zürich im sogenannten „Landistil“, der im Rahmen der Schweizerischen Landesausstellung 1939 propagiert worden war und die radikale Moderne durch regionale Stilelemente abzudämpfen versuchte.

Bereits von aussen ist sichtbar, dass die Kirche St. Martin ein Zentralbau ist – nach dem Vorbild der Kirche auf dem Landgut Buon Pastore des Collegium Germanicum zu errichten. Im Gegensatz zum Grundriss und zur äusseren Formgebung, die sich deutlich an das barocke Vorbild dieser Kirche anlehnt, zeigt St. Martin im Innern Bauformen der Moderne. Beim Bau von St. Martin wurde bewusst auf einen Kirchturm verzichtet – aus Rücksicht auf die reformierte Mehrheit der Zürcher Bevölkerung. Stattdessen besitzt die Kirche einen Dachreiter, der über dem Chor angebracht wurde. 1995 wurde der Dachreiter aufgestockt, aber schon 2013 wieder an seine ursprüngliche Gestalt angeglichen.

Das Relief über dem Haupteingang stellt den Hl. Martin dar, wie er als römischer Hauptmann hoch zu Ross seinen Mantel teilt, um die eine Hälfte einem frierenden Bettler zu schenken.
Die Eingangstür zum Pfarreisaal unter der Kirche wurde 1974 von Max Rüedi gestaltet. Im Kircheninnern fällt zunächst das grosse Kirchenfenster im Chor auf. Es wurde von August Wanner gestaltet und zeigt im Mittelfeld die Auferstehung Jesu Christi. Das linke Feld thematisiert den Emmausgang, das rechte die Begegnung des Auferstandenen mit dem ungläubigen Thomas.Der Tabernakel wurde von Meinrad Burch-Korrodi gefertigt. Seit 2012 ist an der Chorwand ein Kreuz aus Ulmenholz angebracht, gestaltet von Joseph Egan. Von den ursprünglich zwei Seitenaltären ist nur der linke erhalten geblieben. Den Kreuzweg entwarf August Wanner 1940 als Mosaikfries, der unter der Orgelempore angebracht ist. 1972 erhielt die Kirche ihre Orgel, die von Metzler erbaut wurde.

Bassersdorf

Bassersdorf St. Franziskus

Bassersdorf

St. Franziskus Bassersdorf, 1973 als Fastenopferkirche errichtet, wurde 2016/2017 komplett umgestaltet, was sie zusammen mit dem neuen Pfarreizentrum zu einem einladenden, modernen Sakralbau macht.

Patrozinium  Hl. Franz von Assisi
Baujahr1973
Architekt  Hanns Anton Brütsch 
Pfarreigrösse4’300 
Politische Gemeinden 
Bassersdorf und Nürendsdorf 

 

Website der Pfarrei

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Geschichte

Die wenigen Katholiken, die nach 1900 in Bassersdorf lebten, mussten lange Wege gehen, um einen Gottesdienst besuchen zu können. Für die Kinder wurde ab 1910 Religionsunterricht im Dorf abgehalten. Als 1942 in Kloten eine Missionsstation aufgebaut wurde, teilte man Bassersdorf der dortigen Pfarrei zu.

Nach dem 2. Weltkrieg setzte auch in Bassersdorf eine rege Bautätigkeit ein. Nachdem 1972 in Kloten die neue Christkönigskirche eingeweiht worden war, kam auch in Bassersdorf der Wunsch nach einem eigenen Gottteshaus auf. Aus finanziellen Gründen wählte man eine Fastenopfer-Kirche. Schon am 15. Dezember 1973, rund neun Monate nach dem ersten Spatenstich, konnte sie Bischof Johannes Vonderach einsegnen.

1983 ernannte Bischof Johannes Vonderach Bassersdorf zur eigenständigen Pfarrei, zuständig auch für Nürensdorf. 1988 wurde auf der Nordseite ein Erweiterungsbau an die Kirche angefügt, und 2015/2016 bauten Susann Vécsey und Christoph Schmidt das Ensemble zu einem zeitgemässen Pfarreizentrum aus.

Architektur

Die Fastenopferkirche wurde von Hanns Anton Brütsch als kostengünstiges Provisorium entworfen, das nach einem ersten Gebrauch auch an einem anderen Ort wieder verwendet werden konnte. Die Balken sind im Boden durch Drahtseile verbunden, damit sie sich unter der Belastung nicht spreizen. Auf elegante Weise ist ein Glockenstuhl ins Ganze integriert.
Wie heute noch in Volketswil war ursprünglich auch in Bassersdorf der zeltähnliche Bau zweigeteilt: Auf der einen Seite waren auf drei Stockwerken die Nebenräume untergebracht,  während die eigentliche Kirche die andere Seite einnahm. Das Provisorium der Fastenopferkirche wurde in Bassersdorf zum Definitivum. Susann Vécsey und Christoph Schmidt ergänzten 2015/2016 die vorhandenen Bauten durch einen Neubau, sodass ein Innenhof entstand, der an einen klösterlichen Kreuzgang erinnert.

Im Neubau von 2015/16 bieten ein Bistro, Schul- und Sitzungszimmer sowie Büros Platz für das Pfarreileben. Das Kirchengebäude wurde nach dem Bau des Pfarreizentrums entkernt, sodass es nun ausschliesslich als Sakralraum dient. Dieser wurde mit durchgehenden bodentiefen Seitenfenstern aus Milchglas und einem Anstrich aus zartem Grau aufgehellt. Altar und Ambo wurden restauriert und durch einen neuen Osterkerzenständer sowie ein Vortragekreuz ergänzt. In die neue, dreiteilige Chorwand ist in der Mitte eine Eichensäule mit dem Tabernakel eingelassen. Unter der Orgelempore wurde eine Marienkapelle eingerichtet; sie ersetzt die frühere auf der Altarseite.

Hausen

Hausen am Albis, Herz Jesu

Hausen

Die Herz Jesu-Kirche von Hausen am Albis ist architektonisch originell konzipiert. Als Besonderheit besitzt sie eine der ältesten Glocken des ganzen Kantons. Die Glocke stammt aus dem Jahr 1499 und konnte 1905 nur knapp vor dem Einschmelzen gerettet werden, als die reformierte Kirche des Orts ein neues Geläut erhielt.

TitularfestHerz Jesu
Baujahr1977
Architekt  Albert Müller 
Pfarreigrösse1’500 
Politische Gemeinden 
Hausen a.A., Kappel a.A. und Rifferswil

Website der Pfarrei

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Geschichte

Zwischen 1897 und 1910 lasen Kapuziner aus Zug für die damals rund 300 Katholiken des Oberamts in einem Wirtshaus in Rifferswil die Messe. 1908 kauften die Katholiken in Hausen einen Bauplatz für eine erste kleine Kirche. Als am 6. November 1910 die Herz Jesu-Kapelle eingesegnet wurde – ihr Bau war massgeblich durch Spenden der Inländischen Mission finanziert worden –, verlegte man die Seelsorge von Rifferswil nach Hausen. 1922 ernannte der Bischof Hausen zur eigenständigen Pfarrei.

Als nach dem 2. Weltkrieg die Anzahl der Katholiken stetig wuchs, drängte sich ein Neubau der in die Jahre gekommenen kleinen Kirche auf. 1971 wurde hierfür im Bifang das Areal einer Gärtnerei erworben. 1976-1977 errichtete Albert Müller das Gotteshaus samt Pfarreizentrum und Pfarrhaus. Am 9. Oktober 1977 weihte Bischof Johannes Vonderach die Kirche feierlich ein.

Architektur & Kunst

Die Kirche Herz Jesu liegt am südlichen Rand des Ortskerns. Zwei quadratische, mit entgegengesetzt diagonal verlaufenden Giebeldächern versehene Baukuben bergen in sich die Kirche samt Pfarreizentrum und Pfarrhaus. Zwischen den beiden Gebäuden befindet sich ein Vorhof.

Beim Äusseren des Gebäudes beschränkte sich Albert Müller auf verputzte und im Backsteinton gestrichene Mauerflächen sowie mit Kupfer verkleidete Dachgesimse, Sturzpartien und Fenster. Die Dachflächen sind mit Eternitschiefer gedeckt und im Innern mit Fastäfer verkleidet.

Über das Foyer gelangt der Besucher in das Kircheninnere. Der Grundriss ist fünfeckig und schart die Gläubigen im Halbkreis um den Altarbezirk. An der östlichen Rückwand ist die Orgel aufgestellt, die 1977 von Armin Hauser erbaut wurde. Über dem Altarbezirk sind vier Glasfenster eingebaut, welche von Dea Murk gestaltet wurden. Vor der Altarwand, welche den Altarbezirk rechtwinklig abschliesst, stehen Ambo, Altar und der Tabernakel. Sie wurden aus massivem Eichenholz von der ortsansässigen Künstlerin Ursula Seleger-Hansen gestaltet. Der Taufstein sowie der Grundstein der Kirche stammen von Josef von Wyl.

Glocken

Der Kirchturm birgt ein dreistimmiges Geläut, dessen älteste Glocke Beachtung verdient: Sie ist der Muttergottes geweiht und wurde 1499 – also noch vor der Reformation – vom Giesser Hans I. Füssli geschaffen. Bis 1905 hatte sie in der reformieren Kirche des Ortes gehangen und wäre beinahe zusammen mit dem restlichen Geläute eingeschmolzen worden. Der Seidenfabrikant Zürrer rettete die Marienglocke, indem er sie der Glockengiesserei abkaufte und den Katholiken für die noch zu erbauende katholische Kirche von Hausen schenkte.