Zum Hauptinhalt springen
Bauma

Bauma St. Anton

Bauma

Die heutige Gestalt der Kirche St. Anton Bauma verrät kaum das wahre Alter der kleinen Landkirche. Erbaut wurde sie unter schwierigsten Verhältnissen im Jahr 1903. Seitdem ist sie Heimat einer kleinen, lebendigen Pfarrgemeinde.

Patrozinium  St. Antonius von Padua
Baujahr1903
Architekt  Hermann Siegrist
Pfarreigrösse2’300 
Politische Gemeinden 
Bauma, Sternenberg, Saland

Website der Pfarrei 

Wikipedia-Artikel

Die wenigen Katholiken, die im oberen Tösstal Arbeit fanden und sesshaft wurden, mussten im ausgehenden 19. Jahrhundert weite Wege auf sich nehmen, um an einem Gottesdienst teilnehmen zu können. 1894 erfolgte die Gründung einer Missionsstation im Tösstal, wobei die Lokale für den Religionsunterricht und die Gottesdienste immer wieder wechselten. Die katholische Bevölkerung war in dieser Zeit grösseren Schwankungen unterworfen, da sich der Bedarf an Arbeitern immer wieder änderte.
Am 26. Mai 1902 wurde dann in Bauma ein Stück Land für eine Kirche mit angebautem Pfarrhaus gekauft, auf dem Terrain des ehemaligen Tössbettes. Der Boden war somit ziemlich instabil, was sich bald bemerkbar machen sollte.

Dank der finanziellen Hilfe der Inländischen Mission konnte der Bau 1902/1903 realisiert werden. Architekt war Hermann Siegrist. Am Eidgenössischen Bettag 1903 wurde in der neuen Kirche erstmals Gottesdienst gefeiert. In den folgenden Jahren kam das Geld für die Bänke, die Kanzel und die weiteren Ausstattungselemente zusammen. Aufgrund der Arbeitssituation nahm jedoch bald darauf die Zahl der Katholiken im Tösstal derart ab, dass das Weiterbestehen der Pfarrei in Frage stand. 1915 machte sich der schlechte Baugrund bemerkbar: Am Pfarrhaus entstanden so grosse Schäden, dass ein Einsturz befürchtet werden musste. Auch die Kirche bekam Risse, die mangels Finanzen mitten im 1. Weltkrieg nur notdürftig repariert werden konnten.

Nach 1945 nahm die Zahl der Katholiken in Bauma deutlich zu, was zu mehreren baulichen Veränderungen führte. 1951 wurde der Pfarreisaal saniert und an das Gotteshaus eine Sakristei angebaut; 1955 wurde dieses selbst verlängert. Die Glasfenster von 1958 im Seitenschiff stammen von Jakob Häne und handeln vom Leben des Kirchenpatrons St. Anton. 1956 wurde der Turm erbaut, in den die Glocken aus dem bisherigen Dachreiter umgesiedelt wurden. Um das Gotteshaus dem Zeitgeschmack und den Vorgaben der Liturgiekonstitution des II. Vatikanums anzupassen, wurde es 1975 umfassend renoviert, wobei die Gemälde an den Wänden entfernt wurden. 1977 wurde die heutige Orgel eingebaut, ein Instrument der Firma Späth mit 14 Registern. 1994 erfolgte eine erneute Renovierung der Kirche, bei der auch der Mittelgang wieder eingerichtet wurde. 2006 wurde der Kirchturm letztmals saniert.

Die Kirche von Bauma entspricht vom Konzept her den Kirchen von Zell-Kollbrunn und von Pfungen –  eine einschiffige Kirche mit einem an den Chor angebauten Pfarrhaus –, mit dem Unterschied, dass dieses nicht in der Längsachse, sondern im rechten Winkel dazu platziert wurde. Architektonisch deuteten beim ursprünglichen Bau bloss der Dachreiter und die gotischen Formen von Fenster und Chorbogen auf die sakrale Bestimmung des Gebäudes. Das Innere der Kirche wird geprägt durch den Farbdreiklang vom dunklen Holz der Bänke sowie der Decke, von der Buntheit der Glasfenster im Chor und im Seitenschiff sowie vom ruhigen Weiss der Wände.

Erlenbach

Erlenbach St. Agnes

Erlenbach

Von aussen unauffällig und kaum als Sakralbau zu erkennen, besitzt das Pfarreizentrum St. Agnes im Innern einen modernen, stimmungsvollen Kirchenraum.

Patrozinium  Hl. Agnes
Baujahr1976
Architekt  Aebli und Sokalski 
Pfarreigrösse5’000 
Politische Gemeinden 
Küsnacht und Erlenbach 

 

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel

Geschichte

Die 1904 gegründete Pfarrei St. Georg in Küsnacht war von Anfang an auch für die Katholiken von Erlenbach zuständig. 1959 wurde dank privater Initiative auf dem Lerchenberg ein Baugrund für eine katholische Kirche erworben. In den 1960er Jahren – im Zusammenhang mit der Dorfkernplanung – gab man einem zentraleren Standort den Vorrang, weshalb es 1968 zu einem Landabtausch kam.

Ein erster Entwurf erwies sich als zu teuer und wurde von der katholischen Kirchgemeinde Küsnacht-Erlenbach abgelehnt. 1971 wurde eine redimensionierte Projektstudie an das Architekturbüro Aebli und Sokalski vergeben. Die katholische Kirchgemeinde bewilligte dann am 22. Januar 1974 den Kredit für den Bau des ausgewählten und weiter entwickelten Vorprojekts. Die Grundsteinlegung fand am 25. Mai 1975 statt, und am 29. Februar 1976 weihte Bischof Johannes Vonderach die Kirche St. Agnes ein.


Architektur & Kunst

St. Agnes ist vis à vis der reformierten Kirche als Sichtbetonbau mit kubischen Formen errichtet worden. Ihr auffälligstes Kunstwerk befindet sich an der Fassade neben dem Haupteingang: eine Plastik von Silvio Mattioli, die das Leben Hl. Agnes auf abstrakte Weise nachzeichnet. Über ein Foyer gelangt der Besucher in die eigentliche Kirche, die aus einem quadratischen Raum besteht, der in der Diagonale angeordnet ist, sodass sich in der nördlichen Ecke eine Art Chor herausbildet. Das Licht wird durch Oberlichter, die zwischen den Wänden und der Decke eingelassen sind, in den Innenraum geführt. Die Wände wurden grobkörnig verputzt; die hellbraunen Holzelemente tragen dazu bei, dass der Raum Wärme ausstrahlt.

Links vom Altarraum sind die Apostelkreuze, rechts davon eine thronende Muttergottes angebracht. Die Werktagskapelle besitzt ein Glasfenster von Johann Jakob Zemp. An der Frontwand der Kapelle lädt der Tabernakel zum Gebet. Seine Front zieren fünf Hostien, in die jeweils ein gleichschenkliges Kreuz eingelassen ist, was auf die Gegenwart Gottes verweist.

Kilchberg

Kilchberg St. Elisabeth

Kilchberg

Die von Architekt André M. Studer erbaute Kirche St. Elisabeth beeindruckt bis heute durch ihre Gestalt: Auf quadratischem Grundriss erbaut, wird der Raum von einem stützenfreien, hyperbolischen Betondach überwölbt, das von einem durchgehenden Oberlicht durchbrochen ist. Auffällig ist auch der Kirchturm, der mit seinem Abschluss die Krone der Kirchenpatronin St. Elisabeth andeutet.

Patrozinium  Hl. Elisabeth von Thüringen
Baujahr1967
Architekt  André M. Studer 
Pfarreigrösse1’900 
Politische Gemeinde 
Kilchberg 

 

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel

Geschichte

Die älteste Missionsstation in der Gegend war die 1864 gegründete Pfarrei St. Marien Langnau-Gattikon. Als 1895 die Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit Adliswil aufgebaut wurde, wurden dieser auch die Kilchberger Katholiken zugeteilt. Näher war der Weg nach Wollishofen, weshalb die Kilchberger ab Januar 1930 der dort neu gegründeten Pfarrei St. Franziskus angehörten. Bereits am 5. April 1930 entstand der Katholische Kultusverein Kilchberg mit dem Ziel, im Dorf eine eigene Kirche samt Pfarrei zu errichten.

1934 begann der Bau der St. Elisabeth-Kapelle. Am Ostermontag, dem 22. April 1935, benedizierte sie Bischof Laurenz Matthias Vincenz, und am 13. Oktober darauf wurde Kilchberg selbständige Pfarrei. Das starke Wachstum der katholischen Gemeinde machte das Bedürfnis nach einer grösseren Kirche immer dringender, weshalb am 29. Mai 1956 eine Kirchenbau-Kommission eingesetzt wurde. Bis zur Grundsteinlegung sollte es jedoch noch fast zehn Jahre dauern. Der Bauauftrag ging schliesslich an André M. Studer. 1965–1967 wurde die Kirche samt Pfarrhaus und Pfarreizentrum erstellt und am 22. Oktober 1967 durch Bischof Johannes Vonderach eingeweiht. 2003–2014 wurde das Gebäudeensemble etappenweise umfassend saniert.

Architektur & Kunst

Westlich des Ortszentrums macht der schlanke, hoch aufragende Kirchturm auf die Kirche St. Elisabeth aufmerksam. Zwar wurde bei der Sanierung das Dach mit Kupferblech verkleidet, was das Aussehen der Kirche wesentlich veränderte, doch ist dem Gebäude auch heute noch seine ursprüngliche Wirkung anzusehen. Das geschwungene, zeltartige Kirchendach erhebt sich in Form von zwei gegeneinander gerichteten hyperbolischen Paraboloiden über den niedrigen Aussenwänden. Im Innern wird es in der Diagonalen samt Oberlicht von Betonbindern wie von einer Wirbelsäule getragen. Das stets wechselnde Tageslicht, das durch das Dach in den Kirchenraum eindringt, stellte für André M. Studer ein Zeichen der steten Wandlung und Verwandlung, des Bewegten, des Zeitlichen dar.

Die elegante Architektur erzeugt im Kirchenraum eine feierliche Stimmung. Die Raumausstattung wurde von André M. Studer als Gesamtkunstwerk entworfen. In der Mitte steht der massive Volksaltar, der zusammen mit Tabernakel, Ambo, Priestersitz und Taufstein eine gestalterische Einheit bilden. Das monumentale Kruzifix hinter dem Altar wurde von Silvio Mattioli geschaffen. Die acht Glasmalereien, die auf der Nordseite in die Fenster eingesetzt wurden, stammen vom Kapuzinerpater Fra Roberto Pasotti. Sie zeigen Themen aus dem Leben der Kirchenpatronin, der Hl. Elisabeth.

OpfikonGlattbgrugg

Opfikon-Glattbrugg St. Anna

OpfikonGlattbgrugg

Einst eine traditionelle Kirche der 1950er Jahre, wurde die Kirche St. Anna Opfikon-Glattbrugg 1974 aus zwei Gründen komplett umgestaltet: Einerseits beeinträchtigte der Fluglärm den Gottesdienst derart, dass die Kirche einer Lärmsanierung unterzogen werden musste, bei der u.a. unter dem Dach grosse Schallkörper installiert wurden; andererseits forderten die Vorgaben des Zweiten Vatikanums eine Umgestaltung des Kirchenraums, durch die Rudolf Mathys annähernd einen Neubau schuf.

Patrozinium  Hl. Anna
Baujahr1956
Architekten  Kopf (ursprünglicher Bau), Rudolf Mathys (Umbau) 
Pfarreigrösse5’100 
Politische Gemeinde 
Opfikon 

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel
 

Geschichte

1948 kaufte die Pfarrei Maria Lourdes Zürich-Seebach im Zentrum von Glattbrugg das Bauareal für die zukünftige St.-Anna-Kirche. Dank Sammelaktionen und Spenden konnte die Kirche 1955/1956 erbaut werden. Bischof Christian Caminada weihte das Gotteshaus am 28. Oktober 1956 zu Ehren der Hl. Anna.

1974 wurde das von Manuel Pauli erbaute Pfarreizentrum eingeweiht, und 1981/1982 gestaltete Rudolf Mathys die Kirche neu. Mathys drehte die Orientierung des Innern um 90 Grad, sodass das Frontfenster nun seitlich zu liegen kam. In Verbindung damit wurden auch der Altarbereich, der Eingang zum Kirchenraum und die Empore umgestaltet. Am 6. Juni 1982 wurde die erneuerte Kirche Bischof Johannes Vonderach eingeweiht.

Architektur

Die 1955/56 von Architekt Kopf konzipierte Kirche wies den Grundriss eines gleichschenkligen Trapezes auf und war als traditionelle Wegekirche gedacht. Der damalige Altarraum wurde vom grossflächigen Glasfenster dominiert, das die Gläubigen auch blendete. Durch die Umgestaltung 1981/1982 gewann der Kirchenraum an Breite, sodass die neue Anordnung der Kirchenbänke den Gottesdienstbesuchern ermöglichte, sich im Sinne des II. Vatikanums als Glaubensgemeinschaft zu erfahren. Die äusserlichen Änderungen fallen demgegenüber weniger ins Gewicht. Neu ist der rotbraune Verputz und die Rundung bei der Kapelle, was beides auf die Gestaltung des Pfarreizentrums von 1974 Bezug nimmt. Noch weitgehend im ursprünglichen Zustand erhalten ist der filigrane Kirchturm.

Ausstattung

In die Kirche gelangt man durch zwei aufgewertete ältere Eingänge links und rechts des Chors. Der ursprüngliche, zentral angelegte Haupteingang von der Strasse her wurde durch Fenster ersetzt. Das ideelle Zentrum des Innenraums bildet der gläserne Tabernakel mit dem Ziborium. Flankiert wird er von einer Menora, die gleichzeitig als Ewiges Licht dient.
Taufstein, Altar, Ambo und Tabernakel tragen als gemeinsames Gestaltungsmerkmal ein Ornament, das sowohl die Synagoge in Kafarnaum aus dem 4. Jahrhundert als auch auf einem Türflügel der Kathedrale von Chur aus karolingischer Zeit zu finden ist. Dadurch wird die Verbundenheit mit dem Judentum, aber auch die Zugehörigkeit zum Bistum Chur ausgedrückt. Die Bildhauerarbeiten schuf Paulo Rossi, die Kunstwerke aus Bronze wurden von Peter Zollinger gefertigt.

Das älteste Ausstattungselement ist ein romanischer Corpus auf modernem Holzkreuz, das an der südöstlichen Wand des Raumes angebracht ist. Die an die Kirche angefügte Kapelle besitzt eine Gebetsnische mit einer polychrom gefassten, aus Holz geschnitzten Plastik der Kirchenpatronin, eine Anna selbdritt aus dem 18. Jahrhundert.
Das auffälligste Gestaltungselement der St.-Anna-Kirche ist der fünfteilige Flügelaltar an der Chorwand, den Jan Janczak 1982 schuf. Mit diesem Pentaptychon greift der Künstler eine mittelalterliche Tradition auf. Thematisiert ist die Heilsgeschichte.

Turbenthal

Turbenthal Herz Jesu

Turbenthal

In Turbenthal, einer Gemeinde im Tösstal, wurde 1934 mitten in der Diaspora eine kleinere katholische Kirche errichtet, die die damals herrschenden Baustile auf eine besondere Art vereinigt. Dies macht das Gotteshaus zu einem bemerkenswerten Sakralbau unter den auf dem Land errichteten Kirchen.

TitularfestHerz Jesu
Baujahr1934
Architekt  Albert Otto Linder 
Pfarreigrösse1’300
Politische Gemeinde 
Turbenthal, Wila, Wildberg, Rämismühle-Zell

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel

Geschichte

Die Katholiken des unteren Tösstals konnten ab 1897 in der Kirche St. Antonius Kollbrunn den Gottesdienst besuchen. 1931 beauftragte Bischof Georg Schmid von Grüneck den Pfarrer Hugo Paul, in Turbenthal eine Pfarrei aufzubauen. Diese wurde aus Teilen der benachbarten Pfarreien Kollbrunn, Bauma und Pfäffikon zusammengesetzt. stein zu Ehren des Heiligsten Herzens Jesu. Die Kirche wurde 1934 vom Stuttgarter Architekt Albert Otto Linder in wenigen Monaten errichtet.

Architektur & Kunst

Die Kirche bildet mit dem Pfarrhaus einen rechten Winkel. Über eine breite Treppe gelangt man zum Kirchenportal, über dem sich der Glockenturm erhebt. Über dem Eingangsportal segnet ein von Emil Sutor gestalteter Christus alle Eintretenden. Flankiert wird diese Christusstatue von einer Frau und einem Mann mit Kindern, die hoffnungsvoll und andächtig zu Jesus Christus hochblicken.

Die dreischiffige Kirche hat eine Länge von 25 m und eine Gesamthöhe von 13 m, wobei die Höhe des Mittelschiffs im Innern 7.50 m beträgt. Sie ist als Wegekirche konzipiert, indem die ganze Raumgestaltung samt den Bänken der Gläubigen auf die Christusstatue im Chorraum ausgerichtet ist. Links von ihm ist die betende Hl. Elisabeth von Thüringen, rechts Bischof Ulrich von Augsburg zu erkennen. Die Glasfenster des Kirchenschiffs tauchen das Gotteshaus in rotgoldenes Licht. Die Innenausstattung aus der Bauzeit der Kirche stammt von Emil Sutor. 1979 wurde von der Firma Späth die heutige Orgel eingebaut.

Winterthur StMarien

Winterthur St. Marien

Winterthur StMarien

Die Geschichte von St. Marien Oberwinterthur zeigt exemplarisch, welch enorme Aufbauarbeit für eine Pfarrei in der Diaspora nötig ist. Zu St. Marien gehörte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch das gesamte Gebiet nordöstlich von Winterthur bis zur Kantonsgrenze, sodass ihre Geistlichen weit über die heutige Pfarreigrenze hinaus für die Seelsorge aller Katholiken zuständig waren.

Patrozinium  Muttergottes
Baujahr1936
Architekt  Albert Otto Linder 
Pfarreigrösse  5’200
Quartier
Winterthur-Oberwinterthur

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel
  

Geschichte

Die Pfarrei St. Marien wurde von St. Peter und Paul Winterthur errichtet. 1907 kauften die Katholiken den Römerhof, ein Restaurant mit genügend Umland, sodass dort später die Kirche St. Marien gebaut werden konnte. Mit Hilfe des Diözesanen Kultusvereins von Chur und Eigenleistungen konnten in den folgenden Jahren bauliche Veränderungen am Römerhof vorgenommen werden. So wurde der Saal des Restaurants 1919 zu einer Kapelle umgebaut, die 1919 benediziert wurde. 

1925 zerstörte ein Brand den Römerhof, einzig die Kapelle konnte gerettet werden. Deshalb wurde für den Pfarrer 1925 ein Pfarrhaus errichtet. In den folgenden Jahren sammelte die Gemeinde Geld, um einen Kirchenneubau zu finanzieren, der dann 1935–1936 realisiert wurde. 1936 benedizierte Bischof Laurenz Matthias Vincenz das Gotteshaus als Maria-Hilf-Kirche. Die eigentliche Weihe erfolgte nach einer ersten Renovation 1957 durch Bischof Christian Caminada.

1970 wurde St. Marien zur eigenständigen Pfarrei erhoben. 1976 erfolgte eine Innenrenovation, wobei die ursprüngliche Innenausstattung zugunsten der heutigen entfernt wurde. 2003–2004 erfolgte durch Walter Hollenstein und Andreas Bertet eine Erneuerung des Pfarreizentrums.

Die heutigen Pfarreien St. Martin Seuzach und St. Martin Wiesendangen sind Tochterpfarreien von St. Marien Oberwinterthur.

Architektur & Kunst

Die Kirche St. Marien ist als Längsbau bis zur Umgestaltung 1976 als Wegekirche gestaltet gewesen. Die Ausstattung sowie die Bänke für die Gläubigen richteten die ganze Gottesdienstgemeinde auf das Geschehen am früheren Hochaltar aus. Die heutige Innenausstattung gibt Zeugnis von der Geschichte der Pfarrei. So finden sich Glasfenster aus der Frühzeit der Kirche. Ein schlichter Volksaltar wird flankiert von einem massiven, kubischen Tabernakel und vom Ambo. Um die Kirche freundlicher und harmonischer zu gestalten, wurde in dieser Zeit auch eine neue Holzdecke eingebaut, die zur warmen Ausstrahlung der ursprünglich monumental konzipierten Kirche beiträgt. Auf der Empore befindet sich seit 1976 eine Kuhn-Orgel mit 19 Registern.­­­

Zurich StFelixRegula

Zürich St. Felix und Regula

Zurich StFelixRegula

Als erste katholische Kirche im Kanton Zürich rückt St. Felix und Regula vom Prinzip der Wegekirche ab. Auch hinsichtlich ihrer Konstruktionsweise ist die Kirche aussergewöhnlich: Dank den Möglichkeiten des modernen Stahlbetonbaus schuf Fritz Metzger die damals flachste Kuppel der Schweiz mit einer Stichhöhe von lediglich 1,60 Metern. Künstlerisch bedeutsam sind die Glasmalereien von Ferdinand Gehr, der für St. Felix und Regula seinen grössten Glasfensterzyklus schuf.

Patrozinium  Hl. Felix und Regula
Baujahr1950
Architekt  Fritz Metzger 
Pfarreigrösse3’800 
Quartier
Zürich-Hard

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel

Geschichte

Der Stadtteil Hard wurde in den 1930er Jahren strukturiert bebaut. Baugenossenschaften und die Stadt schufen mit grossen Wohnkolonien Platz für die zahlreichen Arbeiterfamilien. Die Pfarrei Herz Jesu Wiedikon, zu der das Quartier gehörte, kaufte bereits 1927 ein Grundstück für eine Kirche . In der alten Scheune, die sich darauf befand, wurde 1936 zunächst eine Notkirche eingerichtet.

1944, noch im Krieg, bereitete der diözesane Kultusverein einen Wettbewerb für St. Felix und Regula vor. Namhafte Architekten reichten Projekte ein. Auf Empfehlung von Hermann Baur, der als Berater zugezogen worden war, bekam das Projekt von Fritz Metzger den Zuschlag. 1949–1950 wurde die Kirche errichtet und am 10. Dezember 1950 durch Bischof Christian Caminada eingeweiht. 1951 erhob dieser St. Felix und Regula zur Pfarrei, und 1968 wurde das Pfarreizentrum hinzugebaut. Spätere bauliche Veränderungen an der Kirche wurden bei den Sanierungsmassnahmen 2012/2013 mehrheitlich wieder rückgängig gemacht.

Die Wahl von Felix und Regula als Kirchenpatrone geht auf Christian Herrmann, den Pfarrer von Herz Jesu Wiedikon, zurück. Dieser hatte 1926 vorgeschlagen, die spätere Pfarrei des Hardquartiers den Stadtzürcher Heiligen zu widmen, da hier unter den Arbeitern Missionsarbeit geleistet werden müsse wie zu Zeiten der ersten Christianisierung Zürichs.

Architektur & Kunst

Fritz Metzger orientierte sich bei seinem Entwurf am Buch der Offenbarung, wo Johannes das neue Jerusalem als Zelt Gottes unter den Menschen beschreibt. Bei den Aussenmassen hält sich Metzger zurück: Die Kirche ist deutlich weniger hoch als die damals schon existierenden Wohnbauten der Umgebung. Die Wände sind, wie der ganze übrige Bau, aus Stahlbeton, und der Kirchturm von Felix und Regula ist überaus schmal und hoch gebaut. Metzger verstand es, Symbolik und bauliche Konstruktion auf raffinierte Weise miteinander zu verbinden. Die Betonstützen stehen für die Zeltstangen – mit ihrer leichten Neigung nach innen fangen sie aber auch den horizontalen Schub des Gewölbes auf. Dessen Grösse und Gestaltung war seinerzeit revolutionär. Neuartig ist auch, wie Metzger die Nähe der Gläubigen zum liturgischen Geschehen ermöglichte: Durch das Queroval des Grundrisses erhalten die Gottesdienstbesucher einen direkteren Zugang zum liturgischen Geschehen. Mit dieser klaren Abkehr von der traditionellen, längsorientierten Wegekirche nimmt Metzger wichtige Impulse des II. Vatikanischen Konzils vorweg.

Der freistehende Hauptaltar von St. Felix und Regula ist ein Werk von Albert Schilling aus dem Jahr 1950. Sein Relief zeigt das apokalyptische Osterlamm. Schilling gestaltete 1954 auch das silberne Kreuz an der Chorwand. Es zeigt den auferstandenen Christus im Gestus des Segnens. Die Seitenaltäre und der Taufbrunnen stammen von Alfred Huber; entstanden sind sie 1950. Alfred Huber schuf auch die Kreuzwegstationen und überarbeitete 1965 die Seitenaltäre. Der eine wurde hierbei zum Sockel für den Tabernakel (1950 von Martha Flüeler gefertigt). Der andere Seitenaltar ist Felix und Regula geweiht; in ihm werden deren Reliquien aufbewahrt. Die Reliquien bestehen aus Teilen zweier Rippen der Heiligen, welche auf Veranlassung von Herzog Hermann (926-949) durch den späteren Bischof Hartpert von Chur den Mönchen von Einsiedeln übergeben worden waren. Am 17. November 1949 schenkte der Einsiedler  Abt Benno Gut der neu entstandenen Pfarrei St. Felix und Regula Teile dieser Rippen, damit sie diese – nach dem Verlust des Hauptteils der Reliquien im Zuge der Reformation – in der Stadt Zürich aufbewahre.

Das künstlerisch Eindrücklichste der Ausstattung von St. Felix und Regula ist der grossartige Glasbildzyklus von Ferdinand Gehr aus dem Jahr 1954. Er umfasst 178 Fenster, die in 14 Segmente gegliedertes sind und als Band knapp unter der Flachkuppel durchlaufen. Thematisch führen sie von der Erwartung über die christliche Lebensform zur Erhebung in den göttlichen Bereich. Auf der Orgelempore über dem Eingang sind links die fünf klugen und fünf törichten Jungfrauen und rechts die drei Jünglinge im Feuerofen dargestellt. In den Fenstern des Kirchenschiffs finden sich die Seligpreisungen (Matthäus 5, 3–10). In der Mitte stellt links ein Segment mit dem «Gloria» der Engel und rechts eines mit dem «Sanctus» den Bezug zum Göttlichen her. Der Fensterzyklus schliesst im Chor mit Mariä Himmelfahrt bzw. der Verklärung Christi.

Zurich HeiligKreuz

Zürich Heilig Kreuz

Zurich HeiligKreuz

Heilig Kreuz ist die grösste Pfarrei der Stadt Zürich. Obwohl sie die jüngste katholische Kirche auf dem Stadtgebiet besitzt, ist Heilig Kreuz eine der älteren und wichtigeren Pfarreien im Zürcher Diasporagebiet. Zeitweilig wurden von hier aus auch die Katholiken in Albisrieden, Höngg, Ober- und Unterengstringen, Weiningen, Schlieren, Urdorf, Uitikon und Birmensdorf betreut. Ab 1924 wurden diese Orte dann schrittweise von Altstetten abgelöst und zu eigenständigen Pfarreien aufgebaut.

TitularfestHeilig Kreuz
Baujahr1978
Architekt  Dezsö Ercsi 
Pfarreigrösse10’300 
Quartier
Zürich-Altstetten 

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel

Geschichte

Im Jahr 1900 hatten die Katholiken des Zürcher Limmattals genügend Geld beisammen, um den Bau einer Kirche in Altstetten in Auftrag zu geben. Dieses Gotteshaus ersparte ihnen den weiten Weg zur überfüllten Kirche St. Peter und Paul in Aussersihl. Aus Kostengründen wurde die Heilig Kreuz-Kirche ohne Architekt vom erfahrenen Bauunternehmer Scotoni errichtet. Das Gotteshaus wurde nach dem Vorbild der Kirche von Thalwil konzipiert und besass einige formale Anlehnungen an den Klassizismus.

Wie Herz Jesu Oerlikon lag auch Heilig Kreuz Altstetten in den ersten Jahren noch in einer Grünzone. Das Gotteshaus besass zunächst nur einen schlichten Dachreiter, in dem sich zwei Glocken befanden. Der Innenraum bestand aus einem Saal, der von einer breiten Segmenttonne eingewölbt wurde. Abgeschlossen wurde der Raum durch einen angebauten polygonalen Chor. 1937 errichtete man den heutigen Glockenturm aus Beton, woraufhin der Dachreiter auf der Kirche abgetragen wurde.

Als nach dem 2. Weltkrieg die Bevölkerung von Altstetten rasant wuchs, wurde die in die Jahre gekommene Kirche zu klein, sodass man sich in den 1970er Jahren für einen Neubau entschied. Die heutige Kirche wurde 1977–1979 von Dezsö Ercsi erbaut.

Architektur & Kunst

Ercsi gestaltete den Gottesdienstraum als Arche, die – von aussen gut sichtbar – auf Stützpfeilern ruht. Darunter sind im Erdgeschoss Säle eingebaut. Über Treppen gelangt man in die Kirche im Obergeschoss. Die pyramidenförmige Gestalt und die Lichtführung mittels eines grossen, zentralen Lichtschachtes im Kupferdach verleihen dem Innenraum sein charakteristisches Aussehen.

Die Ausstattung stammt fast ausschliesslich von Albert Wider. Bereits für die Vorgängerkirche hatte er Kunstwerke geschaffen, so die Propheten- und Heiligenfiguren, die einst Elemente des Hauptaltars und der Kommunionbank gewesen waren, im heutigen Kirchenraum aber als eigenständige Plastiken gruppiert sind. Auch der Tabernakel und die Holzskulpturen, die in der alten Kirche den Haupt- und die beiden Seitenaltäre prägten (Kruzifix, Muttergottes mit Jesuskind und Hl. Josef mit dem heranwachsenden Jesus), sowie eine vierte Holzskulptur, die den Hl. Antonius mit dem Antoniusbrot darstellt, stammen von ihm. Für die neue Kirche von 1978 schuf Albert Wider aus Bronze den Haupt- und den Seitenaltar, den Taufbrunnen sowie die Glasfenster im grösseren Treppenhaus.

Nach dem Tod von Albert Wider erstellte Pablo Rossi den Ambo aus Holz. Die Kreuzwegstationen, die heute in der Werktagskapelle angebracht sind, hatten sich bereits in der Vorgängerkirche befunden und sind Kopien nach Anselm Feuerbach; die Originale hängen in der Annakirche in München. Beachtung verdient auch die dreimanualige Orgel der Firma Mathis von 1981.

Dielsdorf

Dielsdorf St. Paulus

Dielsdorf

In Dielsdorf steht eine der beiden Kirchen, die der Stararchitekt Justus Dahinden in seinem Heimatkanton Zürich erbaut hat. Die markante Gestaltung von St. Paulus mit zeltartigen Dächern prägt das Ortsbild und verweist auf den Kirchenpatron, der auf seinen Missionsreisen als Zeltmacher seinen Lebensunterhalt verdiente.

Patrozinium  Hl. Paulus
Baujahr1962
Architekt  Justus Dahinden
Pfarreigrösse4’900 
Politische Gemeinden 
Bachs, Dielsdorf, Neerach, Niederweningen,
Oberweningen, Regensberg, Schleinikon,
Schöfflisdorf, Steinmaur 

Website der Pfarrei

Wikipedia-Artikel

Geschichte

Die Katholiken von Dielsdorf wurden bis 1925 von der Pfarrei Bülach aus betreut, was für deren Kirchgang lange Wege bedeutete. Zwar fand am Bettag des Jahres 1896 im Restaurant „Sonne“ eine erste Messfeier mit rund 500 Besuchern statt, aber es gelang in der Folgezeit nicht, im Ort einen Raum für regelmässige Gottesdienste zu finden. Deshalb wurde 1925 die erste katholische Kirche im benachbarten Niederhasli errichtet. 1950 konnte in Dielsdorf der Baugrund für die heutige Kirche erworben werden. 1960 begann der Bau der Kirche St. Paulus, welche 1962 fertiggestellt wurde. Gleichzeitig verlegte man den Hauptsitz der Pfarrei von Niederhasli nach Dielsdorf; die Kapelle in Niederhasli blieb als zweiter Gottesdienstort erhalten. 1996 erhob der Bischof Niederhasli zu einer eigenen Pfarrei und trennte diese von Diel­sdorf ab.

Architektur & Kunst

Die Apostelgeschichte berichtet, dass Paulus das Handwerk des Zeltmachers als junger Mann erlernt und mit dieser Tätigkeit seinen Lebensunterhalt auf seinen Missionsreisen verdient hatte. Justus Dahinden griff bei der Gestaltung der Kirche das Leben und den Beruf des Hl. Paulus auf. Wenn man sich vom Ortszentrum der Kirche nähert, die sich an erhöhter Lage über dem Dorf erhebt, erinnert die Fassade mit ihrem Satteldach an ein Zelt. Um in die Kirche zu gelangen, steigt der Besucher über eine Aussentreppe zum Portal, das durch einen niederen, dunklen Vorraum in die hoch aufgerichtete Kirche hineinführt. Sowohl der Aufstieg über die Treppe als auch das Durchschreiten des Vorraumes sollen den Besucher vom Alltag weg in die sakrale Dimension der Kirche führen. ­­­

St. Paulus bildet einen ganzen Gebäudekomplex aus vier aneinandergefügten Baukörpern. Charakteristisch für alle ist, dass sie sich nach hinten verjüngen und auch die Dachfirste entsprechend an Höhe abnehmen. Damit wurde es möglich, das Kirchenschiff sozusagen in den Chorteil einzuschieben.  Durch den Zwischenraum fällt indirektes Tageslicht ein, der den Altarraum in helles, weiches Licht taucht.

Der Innenraum besitzt einen kreuzförmigen Grundriss. Die hoch aufragende Decke ist mit Lärchenholz verkleidet. Für praktisch alle übrigen Bauteile wurde Sichtbeton verwendet. Ebenfalls in Sichtbeton geschaffen sind die Symbole der zwölf Apostel auf den beiden Seiten des Kirchenschiffs sowie Altar, Ambo und der Tabernakel. An der Rückwand des Chors erhebt sich eine Christusfigur, die mit der Dornenkrone und den Nägeln in Händen und Füssen auf den Karfreitag verweist. An der rechten Seite des Altarraums befindet sich eine Marienstatue mit Jesuskind. Sie ist wie die Christusfigur ein Bronzeguss von Albert Wider.

Rechts an den Altarraum ist – unter einem eigenen Zeltdach – eine Werktagskapelle angebaut. Ihr Altar enthält ein Relief, das das Antlitz des Hl. Paulus, des Kirchenpatrons, zeigt, samt seinem Attribut, dem Schwert. Auf der anderen Seite führt eine Türe ins ehemalige Pfarrhaus, das den linken Seitenflügel der Kirche bildet. Seit 2012 steht daneben das Pfarreizentrum von Martin Ladner und Roland Meier.

Faellanden

Fällanden St. Katharina von Siena

Faellanden

Die Kirche St. Katharina von Siena ist die römisch-katholische Kirche von Fällanden samt den Ortsteilen Pfaffhausen und Benglen. Sie ist die einzige Kirche, die im Bistum Chur zu Ehren der Mystikerin und Kirchenlehrerin Katharina von Siena (1347–1380) geweiht wurde.

Patrozinium  Hl. Katharina von Siena
Baujahr1992
Architekt  Peter Brader und Urs Nüesch 
Grösse des Seelsorgeraums11’700 
Politische Gemeinden  
Dübendorf, Fällanden, Schwerzenbach 

Website des Pfarr-Rektorats

Wikipedia-Artikel
 

Geschichte

Ab 1902 wurden die ersten Katholiken, die sich in Fällanden niedergelassen hatten, von Dübendorf aus betreut. Als ab den 1960er Jahren eine rege Bautätigkeit einsetzte, nahm die Anzahl der Katholiken stetig zu. Dies veranlasste die Pfarrei Maria Frieden Dübendorf, 1966 das Land für die heutige Kirche St. Katharina zu erwerben. Die Realisierung des Baus liess jedoch noch 25 Jahre auf sich warten. Der Bischof entsandte daraufhin einen Seelsorger, der vor Ort Wohnsitz nahm, und ernannte Fällanden per 1. September 1975 zum Pfarrvikariat, zugehörig zu Maria Frieden Dübendorf. Ihm wurden auch Benglen und Pfaffhausen zugeteilt.

1989–1991 erbauten Peter Brader und Urs Nüesch die Kirche St. Katharina von Siena. Sie wurde am 12. Mai 1991 von Dominikus Löpfe, dem Abt des Klosters Muri-Gries, geweiht. Das Fällander Gotteshaus ist das einzige im Bistum Chur, das der Hl. Katharina von Siena geweiht ist. Sie war eine bedeutende mittelalterliche Mystikerin und wurde von Papst Johannes Paul II. 1999 zur Patronin Europas ernannt.

Architektur & Kunst
Die Kirche steht am Ortsrand von Fällanden und grenzt gleichzeitig an das Naturschutzgebiet am Greifensee. Ein gerader Weg führt den Besucher von der Strasse über den Vorplatz unter dem Turm hindurch in die Kirche bis vor den Altar. Die Architekten gestalteten das Gebäude bewusst niedrig; einzig der Glockenturm überragt die Kirche und gibt der Breite des Gebäudes ein vertikales Gegengewicht. 2012 wurde der ursprünglich offene Turm eingehaust.

Einzigartig ist die Bauphilosophie, die dem Kirchengebäude zugrunde liegt: Neben dem gut sichtbaren Glockenturm besitzt es zwei weitere, niedrigere Türme. Die Farbgebung sowie die Höhe dieser drei Türme berechnen sich aus Mass, Ton, Farbe und Zeit. Die eindrückliche Dachkonstruktion prägt den Innenraum des Gotteshauses. Die Architekten selber gestalteten auch die liturgischen Orte, sodass Altar, Ambo, Tabernakel und Taufstein die Dachkonstruktion aufgreifen.

Franco Giulio Giacomel schuf die Glasfenster sowie das Eingangsportal. Dieses stellt ein Velum dar, ein liturgisches Segel. Ein zweites Fenster ist über dem Eingangsportal eingelassen und zeigt die Kirchpatronin, die Hl. Katharina von Siena, mitten unter ihren Mitschwestern. In der Werktagskapelle ist ein weiteres Glasfenster eingebaut, das mit abstrakten Formen und grünen Farbtönen die Schöpfungsgeschichte erzählt. 2009 wurde die ursprüngliche Ausstattung durch ein Vortragskreuz und Altarkerzenständer von Josef Caminada ergänzt.

Die Orgel war ursprünglich von der Firma Kuhn 1981 erbaut worden, um während der Renovation der Stadtkirche Winterthur als Ersatz für das nicht zugängliche Instrument zu dienen. Im Jahr 2000 erwarb die Kirchgemeinde Dübendorf die Orgel für das Fällander Gotteshaus. Das Instrument wurde vor seinem Einbau an die architektonischen und farblichen Gegebenheiten der Kirche angepasst.